WM-Autokorso: StVO-Regeln und Bußgelder bei Verstößen
WM-Autokorso: Diese Regeln gelten – und DAS kostet

Während der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, USA und Mexiko fiebern deutsche Fans mit – und feiern bis spät in die Nacht. Autokorsos wie beim Sommermärchen 2006 sind beliebt, doch Vorsicht: Auch im Freudentaumel gilt die Straßenverkehrsordnung (StVO), die klare Grenzen setzt, besonders nachts. Streng genommen sind Autokorsos sogar verboten, denn unnötiges Hin- und Herfahren und Lärm sind nicht erlaubt. In der Praxis zeigen Polizei und Ordnungsamt oft Nachsicht, aber wer es übertreibt, muss mit Geldbußen und Punkten rechnen.

Die wichtigsten Regeln im Autokorso

Die Gurtpflicht gilt immer – auch im Schritttempo. Herauslehnen aus dem Fenster oder Schiebedach kann bei Unfällen teuer werden und die Versicherung kann Ärger machen. Alkohol: Maximal 0,5 Promille sind erlaubt, aber schon ab 0,3 Promille bei Auffälligkeiten drohen Strafen. Wer unter 21 ist, muss 0,0 Promille haben. Im Auto dürfen nur so viele Personen mitfahren, wie im Fahrzeugschein eingetragen sind. Flaggen und Dekorationen dürfen die Sicht nicht einschränken und müssen fest montiert sein. Ansteckflaggen sind beliebt, aber bei Autobahntempo reißen sie oft ab.

Typische Korso-Sünden

Hupen aus Spaß ist eigentlich verboten, nur als Warnsignal erlaubt. Warnblinker einschalten ist nur bei Gefahr oder Panne zulässig. Handy am Steuer zum Filmen oder Streamen kostet sofort Geld und Punkte. Zu dicht auffahren erhöht das Unfallrisiko. Zu laut feiern, besonders nachts, kann zusätzlich Ärger wegen Ruhestörung geben.

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Was ein Fehltritt kosten kann

Hier ein Überblick über mögliche Bußgelder – es sind Anhaltspunkte. Wichtig: Bei mehreren Verstößen gibt es ein höheres Bußgeld.

  • Handy am Steuer: 100 Euro + 1 Punkt in Flensburg
  • Mit Gefährdung: 150 Euro + 2 Punkte + Fahrverbot
  • Unfall durch Handy: 200 Euro + 2 Punkte + Fahrverbot
  • Unnötiger Lärm: 10 bis 100 Euro
  • Gurt nicht angelegt: 30 Euro
  • Zu viele Personen im Auto: ab 5 Euro
  • Hupen ohne Grund: 10 Euro
  • Warnblinker missbraucht: 5 Euro
  • Abstand nicht eingehalten: ab 25 Euro

Versicherung im Blick behalten

Fehlverhalten im Überschwang kann auch nach dem Autokorso üble Folgen haben: Kommt es zum Unfall, zahlt die Haftpflicht zwar den Schaden des Gegners. Wer aber selbst Regeln missachtet – etwa ohne Gurt oder unter Alkohol – riskiert eine Mitschuld. Die Folge: Der Fahrer bzw. der Versicherungsnehmer muss sich an den Kosten beteiligen, oder die Kasko zahlt weniger.

Fazit: Feiern ja – aber mit Verstand

Wer die Regeln kennt, vermeidet Ärger und bleibt auch beim Jubel-Korso auf der sicheren Seite. Feiern ja, aber mit Verstand.

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