EHC München bangt um Niederberger - Bibeau glänzt als Rückhalt im Tor
EHC München: Torwart-Sorgen - Bibeau glänzt als Rückhalt

EHC München mit Torwart-Sorgen: Niederberger verletzt - Bibeau überzeugt als Rückhalt

Der EHC Red Bull München steht erneut vor einer Torwart-Krise. Stammkeeper Mathias Niederberger musste im Spiel gegen die Grizzlys Wolfsburg nach wenigen Minuten mit einer Verletzung vom Eis und die Diagnose lässt weiter auf sich warten. Während das Team um die Gesundheit des Nationalspielers bangt, entwickelt sich Ersatzmann Antoine Bibeau zur unerwarteten Stütze im Kampf um die Playoff-Plätze.

Ungewisse Diagnose nach erneutem Adduktorenproblem

Die Sorgenfalten von Trainer Oliver David waren deutlich zu erkennen, als er über den Zustand seines Torhüters sprach. "Er sagt, dass er etwas gespürt hat, und wenn er etwas gespürt hat, dann ist das nicht gut", berichtete der Coach nach dem kurzen Austausch mit Niederberger. Eine MRT-Untersuchung, die zunächst für das Wochenende geplant war, kann erst am Montag stattfinden und soll Klarheit über das Ausmaß der Verletzung bringen.

Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass erneut der Adduktorenbereich betroffen ist, obwohl die auslösende Bewegung im Wolfsburg-Spiel nicht erkennbar war. Der 33-Jährige hatte überraschend der Bank signalisiert, dass er nicht weiterspielen könne – ein Szenario, das Youngster Simon Wolf zu einem bemerkenswerten Kaltstart zwang, den er laut David "einen richtig guten Job gemacht" habe.

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Bibeau glänzt als neue Schlüsselfigur

Während die Diagnose für Niederberger aussteht, rückt Antoine Bibeau in den Fokus. Der 31-jährige Kanadier zeigte im Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt eine herausragende Leistung und verhinderte mit zahlreichen Paraden eine mögliche Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten. Ohne seine starke Leistung hätte der EHC zum zweiten Mal in dieser Saison vor eigenem Publikum verloren.

Für die anstehenden Playoffs entwickelt sich Bibeaus Form zu einem wichtigen Hoffnungsträger. Kapitän Patrick Hager betonte das Vertrauen in das Torhüter-Trio: "Wir wissen, dass wir drei Super-Goalies haben". Die Verletzung Niederbergers war für die Mitspieler so unscheinbar, dass Hager zunächst nichts mitbekommen hatte: "Ich habe es gar nicht mitgekriegt", gestand der Kapitän, der seinen Teamkollegen möglichst schnell kontaktieren wollte.

Knifflige Personalentscheidungen vor den Playoffs

Die Torwart-Situation stellt Trainer Oliver David vor zusätzliche Herausforderungen. Da abgesehen von Veit Oswald und Maximilian Daubner alle Feldspieler fit sind, aber nicht mehr als neun Ausländer eingesetzt werden dürfen, mussten am Sonntag Gabriel Fontaine und Adam Brooks zusehen. Der EHC hat die maximal erlaubten elf Ausländer im Kader, was David bis zu den Playoffs vor knifflige und harte Entscheidungen stellt.

Die Personalprobleme kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, denn der EHC kämpft um den zweiten Tabellenplatz nach der Hauptrunde, der die direkte Qualifikation für die Champions League bedeuten würde. "Wir haben gesagt, dass wir in die Champions League wollen, und das ist der zweite Platz", machte Hager die Ambitionen deutlich.

Zäher Kampf um den zweiten Platz

Gegen Frankfurt zeigte der EHC zunächst einen zähen Auftritt. Die bereits aus dem Playoff-Rennen ausgeschiedenen Hessen gingen durch Ryan McKiernan und Matthew Wedman im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Erst das sehenswerte 1:2 von Markus Eisenschmid im Powerplay weckte den EHC auf. Die Wende gelang schließlich in der Verlängerung durch Phillip Sinns Ausgleich und Yasin Ehliz' Siegtreffer nur Sekunden nachdem er die Strafbank verlassen hatte.

Letztlich blieben zwei Punkte in München, nach Hagers Rechnung für Platz zwei einer zu wenig. "Wir dürfen keinen Punkt mehr herschenken", hatte der Routinier zuvor gewarnt – eine Mahnung, die angesichts der Torwart-Sorgen und der knappen Tabellensituation nun umso mehr Gewicht erhält. Das Team muss sein Leistungsniveau in der kommenden Woche deutlich anheben, um die gesteckten Ziele noch zu erreichen.

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