Eisbären Berlin erkämpfen sich Vorteil in Play-off-Serie
Die Eisbären Berlin haben im dritten Viertelfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen wichtigen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Beim 4:2-Auswärtssieg bei den Straubing Tigers zeigte das Team eine überzeugende Leistung und führt nun in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1. Dieser Erfolg könnte sich als richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Play-offs erweisen.
Heimspiel als Chance für Vorentscheidung
Am kommenden Dienstag (19.30 Uhr, Uber Arena, MagentaSport live) haben die Eisbären die Möglichkeit, im eigenen Stadion den dritten Sieg einzufahren und damit eine Vorentscheidung in der Serie herbeizuführen. Die Mannschaft präsentierte sich in Straubing bestens vorbereitet und zeigte sich kampfbereit für die entscheidende Phase der Play-offs.
Kontroverse um Marcel Brandt
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Entscheidung der DEL, Straubings Marcel Brandt (33) nach seinem umstrittenen Bandencheck gegen Moritz Kretzschmar (19) im zweiten Spiel nicht zu sperren. Der junge Eisbären-Verteidiger zeigte sich jedoch von dem Foul erholt und absolvierte sein insgesamt erst elftes DEL-Spiel mit bemerkenswerter Souveränität.
Lancaster mit Doppelpack
Les Lancaster (31) bestätigte einmal mehr seinen Ruf als offensivstarker Verteidiger und erzielte zwei wichtige Treffer in der vierten und elften Minute. „Es ist egal, wer die Tore schießt. Es macht so viel Spaß in diesem Team. Die Eisbären wissen, wie man erfolgreich gegen Straubing spielt“, kommentierte der US-Amerikaner nach dem Spiel.
Rasante Tore in der zweiten Periode
Das Mitteldrittel brachte die Entscheidung: Innerhalb von nur siebzig Sekunden erzielten Lean Bergmann (27, 27. Minute) und Ty Ronning (28, 29. Minute) zwei weitere Treffer und machten damit den Sieg perfekt. Ein besonderer Erfolg war dies auch für Marcel Noebels (34), der sein 100. Play-off-Spiel bestritt und durch geschicktes Stellungsspiel die Vorarbeit zum zweiten Eisbären-Tor leistete.
Gegnerische Einschätzung
Verwunderlich blieb die Einschätzung von Straubings Tim Fleischer auf MagentaSport: „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir hier die bessere Mannschaft sind.“ Doch im Eishockey zählen letztlich die Tore – und hier hatte Berlin mit 4:2 deutlich die Nase vorn.
Weitere Play-off-Entwicklung
In der parallel laufenden Serie zwischen Schwenningen und Köln setzte sich der KEC mit 4:2 durch und führt die Serie nun mit 3:0. Die Eisbären können sich also auf ein mögliches Halbfinale gegen den Sieger dieser Serie einstellen, sollten sie ihren Vorteil gegen Straubing nutzen können.



