USA entreißen Kanada dank Torhüter Hellebuyck Olympia-Gold im Eishockey-Finale
USA gewinnen Olympia-Gold im Eishockey gegen Kanada

Historischer Triumph: USA gewinnen erstmals seit 1980 Olympia-Gold im Eishockey

In einem atemberaubenden Finale der Olympischen Winterspiele in Mailand haben die USA den kanadischen Eishockey-Stars die Goldmedaille entrissen. Mit einem 2:1 (1:0, 0:1, 0:0) nach Verlängerung sicherten sich die Amerikaner ihren ersten Olympiasieg seit dem legendären "Miracle on Ice" von 1980. Der entscheidende Faktor war Torhüter Connor Hellebuyck, der mit spektakulären Paraden die kanadische Offensive zur Verzweiflung trieb.

Überragender Hellebuyck entscheidet das Traumfinale der NHL-Stars

Connor Hellebuyck von den Winnipeg Jets präsentierte sich als aktuell bester Torhüter der Welt und wurde zum Matchwinner für die USA. Trotz permanenter Angriffe der kanadischen Superstars um Connor McDavid hielt der US-Keeper sein Team im Spiel. "Hellebuyck war einfach unglaublich heute", kommentierte ein Beobachter nach dem Spiel. Besonders im Schlussdrittel zeigte der Torwart teils unwirkliche Reflexe, die mehrere sichere Treffer der Kanadier verhinderten.

Die USA gingen bereits in der sechsten Minute durch Matt Boldy in Führung, der nach einem beeindruckenden Alleingang den kanadischen Verteidiger Devon Toews ausspielte. Kanada gelang kurz vor Ende des zweiten Drittels durch Cale Makar der Ausgleich, doch im entscheidenden Moment fehlte den Favoriten die letzte Konsequenz.

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Kanada muss ohne verletzten Kapitän Crosby antreten

Ein wesentlicher Faktor für die kanadische Niederlage war die Abwesenheit von Kapitän Sidney Crosby. Der dreifache Stanley-Cup-Gewinner hatte sich im Viertelfinale gegen Tschechien verletzt und musste sowohl das Halbfinale als auch das Finale von der Tribüne aus verfolgen. Crosby, der Kanada 2010 zum Olympiasieg gegen die USA geführt hatte, verpasste damit die Chance auf seine dritte Goldmedaille.

Die kanadische Mannschaft versuchte bis zuletzt, die Verletzung ihres Kapitäns zu verschleiern. Noch am Samstag vor dem Finale trainierte das Team nicht-öffentlich, um keine Hinweise auf Crosbys Zustand zu geben. Letztlich erwiesen sich optimistische Aussagen über einen möglichen Einsatz als Bluff.

Jack Hughes beendet fast fünf Jahrzehnte lange Durststrecke

In der zweiten Minute der Verlängerung schrieb Jack Hughes von den New Jersey Devils Geschichte. Sein Siegtreffer beendete eine fast fünf Jahrzehnte währende Durststrecke der USA im olympischen Eishockey. Zum dritten Mal nach 1960 und 1980 gewannen die Amerikaner die Goldmedaille, wobei diesmal im Gegensatz zum legendären College-Team von Lake Placid zahlreiche NHL-Stars im Kader standen.

Das Finale markierte den krönenden Abschluss für die nordamerikanische Profiliga NHL, die ihre Spieler erstmals seit 2014 wieder für die Olympischen Spiele freigegeben hatte. Die große Rivalität zwischen den beiden nordamerikanischen Eishockey-Nationen wurde in einem packenden Duell zelebriert.

Bittere Niederlage für kanadischen Superstar McDavid

Besonders bitter war die Finalpleite für Kanadas Aushilfskapitän Connor McDavid. Der 29-jährige Superstar, der als bester Spieler der Welt gilt, muss sich erneut mit der Rolle des Zweiten abfinden. Trotz eines olympischen Rekords von 13 Punkten im Turnierverlauf versagten McDavid im entscheidenden Moment die Nerven. Im zweiten Drittel vergab er alleine auf Hellebuyck zufahrend eine klare Ausgleichschance.

McDavid, der mit den Edmonton Oilers bereits zwei Stanley-Cup-Finalserien verloren hat, fügt sich mit dieser Niederlage eine weitere enttäuschende Erfahrung in seiner Karriere hinzu. Sein 2016 errungener WM-Titel bleibt damit sein einziger großer internationaler Erfolg.

Komplettes US-Erfolgspaket bei Olympischen Spielen

Der Sieg der US-Männer komplettierte ein perfektes Olympia für das amerikanische Eishockey. Bereits zuvor hatten die US-Frauen im Finale gegen Kanada gewonnen und Gold geholt. Damit dominierten die USA beide Eishockey-Wettbewerbe der Winterspiele und setzten sich gegen das Mutterland des Eishockeys durch.

Im Spiel um Bronze bei den Männern setzte sich Finnland mit einem deutlichen 6:1 gegen Slowakei durch. Die Slowaken hatten zuvor im Viertelfinale für eine Überraschung gesorgt, als sie Deutschland besiegten.

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Das olympische Eishockey-Turnier in Mailand wird als eines der spannendsten der Geschichte in Erinnerung bleiben, mit einem Finale, das die große Tradition der nordamerikanischen Rivalität würdig fortsetzte und einen neuen Kapitel in der olympischen Eishockey-Geschichte schrieb.