Vor dem 276. Frankenderby am Sonntag im Ronhof (13:30 Uhr) sind die Vorzeichen im Vergleich zum Relegationsdrama 2020 umgekehrt. Während der 1. FC Nürnberg aktuell im Tabellenmittelfeld auf Platz 8 liegt, kämpft die SpVgg Greuther Fürth als Vorletzter um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.
Im Jahr 2020 rettete sich der Karlsruher SC am letzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg in Fürth auf Kosten des FCN vor dem Abstieg. Der Club verlor damals die entscheidenden Punkte, weil Fürth trotz Führung noch verlor. Diese Niederlage besiegelte letztlich die Relegation für Nürnberg, die der Club durch ein spätes Tor in der Nachspielzeit gegen Ingolstadt überlebte.
Torhüter Christian Mathenia ist der einzige verbliebene Profi, der das Drama 2020 miterlebte. Er schärft nun die Sinne seiner Teamkollegen für das Derby. Trainer Miroslav Klose sagte: „Das Einheizen macht Chris schon die ganze Woche und das macht er auch gut, weil letztendlich kann man viel erzählen. Man muss solche Derbys mal selbst erlebt haben, um zu wissen, was dieses Spiel ausmacht.“
Für Fürth geht es ums Überleben, während Nürnberg im Niemandsland der Tabelle liegt. Die Konstellation von damals ist beim FCN nicht vergessen, was dem Derby zusätzliche Brisanz verleiht.



