3. Liga: Cottbus erleidet schmerzhafte Niederlage in Aachen
Die 1:4-Niederlage von Energie Cottbus bei Alemannia Aachen stellt einen deutlichen Rückschlag im Aufstiegskampf der Lausitzer dar. Im Jahr 2026 hatten die Cottbuser bisher noch kein Verlustgefühl erlebt, doch auf dem Aachener Tivoli änderte sich dies schmerzhaft. Trainer Claus-Dieter Wollitz und Spieler Dominik Pelivan zeigten sich enttäuscht, räumten jedoch ein, dass die Niederlage nicht unverdient war.
Pelivan kommentierte beim Pay-TV-Sender MagentaSport: „Wenn du 1:4 verlierst, ist es zumindest mal nicht unverdient.“ Gleichzeitig betonte er, dass das Ergebnis zu hoch ausgefallen sei und in dieser entscheidenden Phase der Saison nicht passieren dürfe. Wollitz kritisierte vor allem zwei Aspekte:
- Die unzureichende Chancenverwertung, insbesondere in der ersten Halbzeit
- Die schwache Defensive bei den Gegentoren
Der Trainer analysierte die einzelnen Tore genau: „Das 0:1 war ein Standardtor, da haben wir uns selten dämlich angestellt. Das 0:2 entstand durch einen Ballverlust 19 Meter vor unserem Tor, den wir nicht nachverteidigt haben – das war zu billig. Das 1:3 war wieder ein Standardtor, bei dem die Servicespieler von Aachen einfach besser waren.“
Aue steuert unaufhaltsam auf Abstieg zu
Während Cottbus um den Aufstieg kämpft, rückt für Erzgebirge Aue der Abstieg aus der 3. Liga immer näher. Die 2:4-Niederlage bei Rot-Weiss Essen offenbarte erneut die Schwächen der Sachsen, die im ersten Spielabschnitt ein Armutszeugnis ablegten. Zwischen der 28. und 37. Minute kassierte Aue drei Treffer durch Torben Müsel, Jannik Hofmann und Marek Janssen.
Trainer Christoph Dabrowski, der in seinem 300. Spiel als Trainer weiter auf den ersten Sieg mit Aue wartet, zeigte sich frustriert: „Wir hatten zu wenig Ruhe in unserem Spiel und haben keine Torchancen kreiert.“ Er monierte erneut individuelle Fehler seiner Mannschaft, die trotz Rückstand durch Jannic Ehlers (45.+2) und Marcel Bär (61.) noch Hoffnung schöpfen konnte.
Die große Chance zum Ausgleich verpasste Julian Günther-Schmidt in der 72. Minute, als er frei stehend am Torwart und dem Pfosten scheiterte. Kaito Mizuta besiegelte mit dem 4:2 in der 82. Minute die Niederlage. Dabrowski resümierte bitter: „Es ist bezeichnend für unsere Situation. Die Mannschaft kann zurückkommen, aber die Hypothek war zu groß.“
Die Probleme bei Aue gehen über den Platz hinaus: Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat gibt es Unstimmigkeiten bezüglich der Zukunft, die bei neun Punkten Rückstand und nur noch neun Spieltagen wohl in der Regionalliga Nordost liegen wird.
Rostock festigt Position in Spitzengruppe
Im Kontrast zu den Problemen in Cottbus und Aue präsentiert sich Hansa Rostock in Bestform. Der 5:1-Sieg im Topspiel gegen den MSV Duisburg ermöglicht es den Rostockern, rechtzeitig zum Saisonendspurt in der Spitzengruppe Fuß zu fassen. Vor 25.957 Zuschauern im Ostsee-Stadion zeigte die Mannschaft eine überzeugende Leistung.
Emil Holten traf bereits in der 2. Minute, gefolgt von Adrien Lebeau in der 21. Minute, der einen Eckball direkt verwandelte. Lebeau erklärte seine Torvorbereitung: „Ich habe erstmal Holten gesehen und hatte den ersten Kontakt richtig hinbekommen. Der Torwart war nicht bereit. Dann habe ich gesagt, dass ich einfach auf den Kopf von Holten schießen muss.“
Trotz des schnellen Anschlusstreffers von Steffen Meuer (22.) ließen sich die Rostocker nicht aus der Ruhe bringen. Weitere Tore von Benno Dietze (34.), erneut Holten (43.) und Cedric Harenbrock (74.) besiegelten den deutlichen Sieg. Trainer Daniel Brinkmann lobte insbesondere Holten: „Emil macht es absolut gut. Er war früher unser Edeljoker, aber das hat sich gelegt. Er ist ein totaler Energiegeber für die Truppe.“
Mit diesem Sieg liegt Hansa Rostock nur zwei Punkte hinter dem Relegationsrang und drei Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz – beste Voraussetzungen für ein spannendes Saisonfinale.



