Langerwarteter Heimsieg: St. Paulis U23 feiert ersten Saisonsieg vor eigenem Publikum
Nach einer enttäuschenden Serie von dreizehn sieglosen Spielen in Folge hat die U23-Mannschaft des FC St. Pauli endlich Grund zum Feiern. Am 28. Spieltag der Regionalliga Nord gelang dem bisherigen Tabellenletzten am 29. März 2026 ein überfälliger 3:2-Heimsieg gegen den HSC Hannover. Dieser lang ersehnte Erfolg bedeutet nicht nur den ersten Heimsieg der gesamten Saison, sondern reißt die Mannschaft aus ihrer Lethargie und gibt neue Hoffnung im verzweifelten Kampf um den Klassenerhalt.
Doppeltorjäger Aigbekaen als Matchwinner
Die entscheidende Figur des Abends war Stürmer Romeo Aigbekaen. Der 21-jährige Nachwuchsspieler, der bereits bei den Bundesliga-Profis mittrainiert, erzielte sowohl das frühe Führungstor in der 3. Minute als auch den erneuten Vorsprung vor der Pause in der 27. Minute. Sein Doppelpack bildete das Fundament für den späteren Sieg, obwohl Hannover zweimal ausgleichen konnte – zunächst durch Marcel Langer in der 8. Minute und später durch Finn Kiszka in der 59. Minute.
Dramatischer Schlussakt und Trainer-Reaktionen
Als alles nach einem erneuten Rückschlag aussah, sorgte Jokerspieler Oleg Skakun in der 85. Minute für die entscheidende Wende. Sein Treffer aus zwölf Metern besiegelte den 3:2-Erfolg und löste riesigen Jubel bei Spielern und Fans aus. Trainer Karsten Neitzel zeigte sich nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Es war erst der dritte Sieg. Ich wusste gar nicht, dass sich die Jungs so freuen können. Es tut gut, nach so langer Zeit wieder drei Punkte zu holen und den Anschluss nicht zu verlieren. Das Wichtigste ist, dass wir wieder Land sehen.“
Schwieriger Weg zum Klassenerhalt
Trotz des wichtigen Erfolgs bleibt die Situation für St. Paulis U23 angespannt. Durch den Sieg gibt das Team zwar die rote Laterne als Tabellenletzter an Altona 93 ab, doch der Weg zum gesicherten Klassenerhalt ist noch weit. Das schwere Restprogramm mit Gegnern wie Emden, Oldenburg, Hannover 96 II, Phönix Lübeck, Bremer SV, Altona 93, HSV II und Meppen stellt eine enorme Herausforderung dar. Immerhin besteht nun wieder konkrete Hoffnung, den Absturz in die Oberliga Hamburg doch noch vermeiden zu können.
Besonders bemerkenswert war der Einsatz von zwei Profi-Leihgaben in der Startformation: Keeper Emil Gazdov und Jannik Robatsch unterstützten das Team von Trainer Neitzel in diesem entscheidenden Kellerduell gegen den Tabellen-14. aus Hannover. Ihr Beitrag sowie die Leistung des Doppeltorschützen Aigbekaen könnten den Wendepunkt in einer bislang enttäuschenden Saison markieren.



