Amiri mit klarer Botschaft: Mainz 05 als unangenehmer Gegner für Bundesliga-Größen
Vor dem wichtigen Gastspiel des FSV Mainz 05 bei Borussia Dortmund hat Nationalspieler Nadiem Amiri eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz gerichtet. Der 29-jährige Mittelfeldspieler betonte in einem Interview mit RTL/ntv und sport.de die besondere Stärke seines Teams gegen vermeintlich überlegene Gegner.
„Wir gehen großen Vereinen auf die Nerven“
„Wir sind ein echter Angstgegner für große Vereine in der Bundesliga“, erklärte Amiri selbstbewusst. „Die wissen genau, dass wir ihnen auf die Nerven gehen werden. Wir laufen und marschieren unermüdlich, werden nie müde und spielen auf eine Weise, die für Gegner extrem unangenehm ist.“
Der Spieler bezog sich dabei konkret auf das bevorstehende Duell mit Borussia Dortmund am Freitagabend um 20:30 Uhr, das sowohl bei Sky als auch bei RTL übertragen wird. „Auch Dortmund ist für uns schlagbar“, so Amiri weiter. „Mainz war noch nie ein einfacher Gegner für den BVB, und das wird auch diesmal nicht anders sein.“
Erfolgsserie unter Trainer Urs Fischer
Die Zuversicht des Nationalspielers speist sich aus der aktuellen Formkurve der Rheinhessen. Der eigentlich als Abstiegskandidat eingestufte Verein holte zuletzt drei Siege in Serie und hat sich damit deutlich von den unteren Tabellenregionen entfernt.
Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat laut Amiri Trainer Urs Fischer. „Er ist für uns wie eine Vaterfigur, und wir haben enormen Respekt vor ihm“, beschrieb der Mittelfeldspieler das Verhältnis zum Schweizer Trainer. „Jeden Tag strahlt er eine besondere Energie aus und ist dabei kristallklar in dem, was er von uns will.“
Amiri hob besonders hervor: „Er ist kein Trainer, der nur auf Sicherheit setzt. Im Gegenteil – er will uns regelmäßig in Drucksituationen sehen, um uns weiterzuentwickeln.“ Seit Fischers Amtsübernahme seien sowohl die Konzentration als auch das allgemeine Trainingsniveau im Team spürbar gestiegen.
Ambitionierte Ziele in Conference League und WM
Die aktuelle Erfolgsserie beflügelt auch die internationalen Ambitionen des Vereins. In der Conference League peilt Mainz 05 nach Amiris Worten das Maximum an. „Wir wollen in diesem Wettbewerb Großes erreichen und am Ende den Titel gewinnen“, betonte der Spieler. „Das halten wir für zu 100 Prozent möglich.“
Besonders reizvoll wäre für den Mittelfeldspieler ein Finale in Leipzig mit Mainzer Beteiligung. „Ein deutsches Team im Finale, und dann noch Mainz 05 – das wäre eine absolute Traumgeschichte“, schwärmte Amiri.
Persönlich hat der 29-Jährige noch ein weiteres großes Ziel vor Augen: die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer. „Die WM ist für mich das Größte überhaupt – dort für Deutschland aufzulaufen“, erklärte Amiri. „Da ich jetzt 29 Jahre alt bin, wird dies wahrscheinlich meine letzte Chance sein, bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein.“ Seine starken Leistungen bei Mainz 05 sollen dabei als Empfehlung für Nationaltrainer Julian Nagelsmann dienen.
Meisterrennen könnte durcheinandergewirbelt werden
Mit ihrer aktuellen Form könnten die Rheinhessen nicht nur das Abstiegskampfgeschehen beeinflussen, sondern möglicherweise sogar das Rennen um die deutsche Meisterschaft durcheinanderbringen. Die jüngsten Erfolge haben gezeigt, dass Mainz 05 gegen vermeintlich stärkere Teams durchaus gefährlich sein kann.
Die Kombination aus hoher Laufbereitschaft, taktischer Disziplin unter Trainer Fischer und dem gestiegenen Selbstvertrauen durch die Siegesserie macht den Verein zu einem unberechenbaren Faktor in der Bundesliga. Wie Amiri betonte, will man diesen Status als unangenehmer Gegner für die Spitzenvereine der Liga weiter ausbauen und festigen.



