Robert Andrichs entscheidendes Tor in Dortmund: Leverkusens Kapitän zeigt starke Reaktion
Andrichs Tor in Dortmund: Leverkusens Kapitän reagiert stark

Robert Andrichs entscheidender Treffer in Dortmund: Leverkusens Kapitän antwortet auf Kritik

Als Kapitän und Gesicht der Mannschaft erlebte Robert Andrich bei Bayer Leverkusen eine äußerst wechselhafte Saison – besonders in den vergangenen Wochen war der Druck enorm hoch. Doch im Signal-Iduna-Park in Dortmund präsentierte der Mittelfeldspieler eine beeindruckende Reaktion und wurde mit seinem Tor zum Matchwinner.

Eine statistische Besonderheit und ein wichtiger Sieg

Nach nur 41 Spielminuten erzielte Robert Andrich den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg für Bayer Leverkusen. Der Leverkusener Kapitän verwies nach dem Spiel auf eine bemerkenswerte Statistik: „Ich habe von einer Statistik gehört. Wenn ich ein Tor schieße, gewinnen wir immer“, verriet Andrich. Tatsächlich hat keines seiner Teams in der Bundesliga jemals verloren, wenn Andrich getroffen hat – zwölf Siege und acht Unentschieden stehen bisher zu Buche.

Die Szene des Tores war charakteristisch für den Spieler: Einen für Fabio Silva bestimmten Pass von Ramy Bensebaini fing Andrich aufmerksam ab, trieb den Ball einige Meter vor sich her und zog aus etwa 23 Metern Entfernung ab. Der Schuss landete präzise im linken unteren Eck, Torhüter Gregor Kobel hatte keine Abwehrchance. „Aus Spaß habe ich 140 km/h gesagt, aber es waren wirklich 120“, scherzte der Matchwinner hinterher über seinen Treffer, den er selbst als „schönes Brett“ bezeichnete.

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Eine persönlich schwierige Saison mit Höhen und Tiefen

Die bisherige Spielzeit des 31-Jährigen gleicht tatsächlich einer Achterbahnfahrt. In der von einem unruhigen Umbruch geprägten Hinrunde fand Andrich nur schwer in Tritt, blieb mehrfach hinter den Erwartungen zurück und sah zwei Platzverweise. Für Teile der Fans entwickelte er sich zur Projektionsfläche der Unzufriedenheit, seine Eignung als Kapitän wurde immer wieder in Frage gestellt.

Rückblickend beschrieb Andrich diese Phase als eine Zeit, in der ihn die Kapitänsrolle und „dieses ganze Mediale“ zu sehr eingenommen hätten: „Kapitänsbinde hier, Kapitänsbinde da.“ Als neuer Spielführer neige man dazu, „vielleicht sogar zu viel machen, zu viel Verantwortung übernehmen – und das ist manchmal auch nicht gut“.

Nach einem kleinen Aufschwung im Dezember kehrten im neuen Jahr allerdings alte Probleme zurück. Wiederholt machte Andrich ordentliche Auftritte durch gravierende Fehler zunichte. Beim 0:1 gegen Union Berlin war er am entscheidenden Gegentor beteiligt, beim 3:3 in Freiburg wirkte er selten souverän, und gegen den FC Bayern verursachte er das 1:1.

Die besondere Beziehung zu Dortmund

Interessanterweise absolvierte Andrich seine beiden besten Saisonspiele ausgerechnet gegen Borussia Dortmund – zunächst beim 1:0-Sieg im DFB-Pokal, nun erneut beim Triumph in der Bundesliga. Insgesamt haben die Rheinländer die letzten drei Spiele bei den Schwarz-Gelben für sich entschieden.

„Wir haben aktuell eine gute Phase in Dortmund. Mit Union habe ich meine ersten Erfahrungen gesammelt und bin hier oft unter die Räder gekommen. Jetzt mit Leverkusen haben wir hier viele wichtige Siege geholt“, blickte Andrich stolz auf diese Bilanz zurück.

Der Kampf um die Champions League geht weiter

Durch den Erfolg in Dortmund sprang Bayer Leverkusen auf Platz fünf der Tabelle und rückte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation wieder näher an die Konkurrenz heran. Im Saisonendspurt warten noch direkte Vergleiche mit den Konkurrenten aus Stuttgart und Leipzig.

„Entscheidend wird sein, dass wir uns in eine gute Ausgangsposition bringen und in diesen Duellen vorbeiziehen – und das gelingt nur über Siege“, sagte Andrich und mahnte gleichzeitig zur Wachsamkeit: „Wenn du das nächste Spiel gegen Augsburg verlierst, ist der Sieg in Dortmund nichts mehr wert. Man darf keinen Gegner unterschätzen.“

Für Bayer Leverkusen wäre es hilfreich, sollte Andrich in den kommenden Wochen erneut treffen. Bei der Werkself gilt dies längst als verlässliches Signal dafür, dass fast nichts mehr schiefgehen kann. Der Mann der Extreme unterstrich in Dortmund einmal mehr, wozu er fähig ist. Nun kommt es darauf an, aus diesem Auftritt nachhaltige Energie zu ziehen und einen Lauf zu entwickeln, der Bestand hat.

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