Argentinien gelingt irres WM-Comeback gegen Ägypten – Messi patzt und trifft
Argentinien schafft Mega-Comeback gegen Ägypten

In einem dramatischen WM-Achtelfinale hat Argentinien gegen Ägypten einen Zwei-Tore-Rückstand in einen 3:2 (0:1)-Sieg verwandelt und das Viertelfinale erreicht. Superstar Lionel Messi verschoss zunächst einen Elfmeter, ehe er in der Schlussphase den Ausgleich erzielte und den Weg für das Siegtor von Enzo Fernández in der Nachspielzeit ebnete.

Früher Rückstand und vergebener Elfmeter

Ägypten ging bereits in der 15. Minute durch Yasser Ibrahim in Führung, der eine Flanke per Kopf ins Tor beförderte. Argentinien zeigte sich geschockt, und die Situation verschlimmerte sich, als Messi in der 21. Minute einen Foulelfmeter verschoss – bereits sein zweiter Fehlschuss vom Punkt bei dieser WM. Zuvor hatte er auch gegen Österreich in der Gruppenphase einen Elfmeter vergeben. Damit stellte Messi einen ungewollten Rekord auf: Noch nie hatte ein Spieler bei einer WM zwei Elfmeter verschossen (Elfmeterschießen ausgenommen).

Argentinien drängte auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an Ägyptens Torwart Mostafa Shobeir, der unter anderem gegen Alexis Mac Allister (28.) und Julian Álvarez (39.) glänzend parierte. Messi selbst traf per Freistoß nur den Pfosten.

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Ägypten erhöht auf 2:0

In der zweiten Halbzeit spielte Ägypten seine Konter besser aus. Mostafa Ziko erzielte in der 67. Minute das 2:0, nachdem Mohamed Salah den Angriff eingeleitet hatte. Ein vorheriges Tor von Ziko in der 58. Minute war nach VAR-Intervention wegen eines Fouls zurückgenommen worden. „Wir müssen träumen. Manchmal gehen Träume in Erfüllung“, hatte der frühere Bundesliga-Profi Mohamed Zidan vor dem Spiel betont.

Argentinien steckte jedoch nicht auf. In der 79. Minute köpfte Cristian Romero nach einer Ecke zum 1:2 ein und entfachte neue Hoffnung. Fünf Minuten später war es Messi, der mit einem platzierten Schuss den Ausgleich erzielte (84.). Die Partie schien in die Verlängerung zu gehen, doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit drückte Enzo Fernández den Ball nach einer Hereingabe über die Linie und bescherte Argentinien den 3:2-Sieg.

Rekorde und Auswirkungen

Für Messi war es ein Spiel der Extreme: erst der verschossene Elfmeter und der Negativrekord, dann die Erlösung durch das Tor zum 2:2. Der 39-Jährige, der trotz der Strapazen der Gruppenphase in der Startelf stand, war erneut der Dreh- und Angelpunkt im argentinischen Spiel. „Erst patzt Lionel Messi, dann rettet er den Weltmeister“, kommentierte die Presse.

Ägypten verpasste damit die erstmalige Viertelfinal-Teilnahme bei einer WM. Die Mannschaft von Trainer Rui Vitória hatte lange Zeit diszipliniert verteidigt und über Mohamed Salah gefährliche Konter gefahren, musste sich aber letztlich der Offensivkraft Argentiniens geschlagen geben.

Argentinien trifft im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen den Niederlanden und den USA und darf weiter vom vierten WM-Titel träumen. Die Mannschaft von Lionel Scaloni zeigte einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten, nachdem sie bereits in der Gruppenphase gegen Österreich einen Rückstand aufgeholt hatte.

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