25 Jahre nach Schulz vs. Foreman: „Ich kam als Betrogener nach Hause“
25 Jahre nach Schulz vs. Foreman: „Ich kam als Betrogener nach Hause“

Vor 25 Jahren, am 23. April 1995, boxte Axel Schulz gegen George Foreman um die WM-Krone. Der Kampf im MGM Grand in Las Vegas endete mit einer umstrittenen Punktniederlage für Schulz, der den 20 Jahre älteren Foreman an den Rand eines K.o. gebracht hatte. „Ich kam als Betrogener und nicht als Verlierer nach Hause“, erinnert sich Schulz heute.

Der Kampf veränderte Schulz' Leben grundlegend. Trotz der Niederlage wurde er in Deutschland zum Publikumsliebling. Auch seine späteren WM-Niederlagen gegen Francois Botha und Michael Moorer sowie ein Comeback 2006 änderten daran nichts. Schulz selbst sieht den Kampf als Wendepunkt: „Dieser Kampf hat mein ganzes Leben völlig verändert.“

Im vergangenen Jahr kehrte Schulz als TV-Experte nach Las Vegas zurück und erhielt vom IBF-Präsidenten einen Ehren-Gürtel mit einer Entschuldigung. „Das war eine tolle Geste“, sagt Schulz. Den Gürtel lieh er seinem Freund Pit Gleim, der in Liechtenstein einen Boxstall betreibt.

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Heute ist Schulz als Medienmensch und Unternehmer erfolgreich. Er brachte ein eigenes Bier auf den Markt und kümmert sich um den Nachwuchs, insbesondere um seine Tochter Paulina, die ein vielversprechendes Schwimmtalent ist. Schulz trainiert sie mit klaren Rollen: „Sie läuft, ick uffm Rad. Dit würden die Knie nich’ mitmachen.“

Schulz hat auch einen Plan für das deutsche Profiboxen, das ein Schattendasein fristet. Er schlägt vor, dass die Boxställe gemeinsame Sache machen und vier bis fünf große Events pro Jahr veranstalten sollten. „Da hätten sicherlich auch die großen TV-Sender Interesse dran und die Einnahmen würden verteilt werden“, so Schulz.

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