Oliver Baumann über Neuer: „Ich habe nicht die Skills“ – und erklärt seinen eigenen Weg
Baumann: „Habe nicht die Skills von Neuer“ – sein eigener Weg

Oliver Baumann über Manuel Neuer: „Ich habe nicht die Skills“ – und findet seinen eigenen Weg

Der aktuelle DFB-Torwart Oliver Baumann hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung offen über sein Verhältnis zu seinem Vorgänger Manuel Neuer gesprochen. Baumann, der bei der anstehenden WM 2026 voraussichtlich die Nummer eins im deutschen Tor sein wird, schwärmt zwar von Neuers Fähigkeiten, betont aber, dass er früh erkannte, ihn nicht imitieren zu können.

Die Revolution des Torwartspiels und die Erkenntnis

„Manuel Neuer hat das Torwartspiel revolutioniert“, sagte Baumann. Als junger Keeper habe er vergeblich versucht, dem einstigen DFB-Kapitän nachzueifern. „Ich hätte mir gerne etwas abgeschaut, aber irgendwann habe ich gemerkt: Es geht nicht.“ Der Grund dafür sei einfach: „Ich habe einfach nicht die Skills, die er hat. Aber wer hat die schon?“

Baumann erläuterte, was er damit meint: „Diese Kombination aus Größe, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Die ist sicher einzigartig. Und er hat auch eine ganz eigene Art von Stellungsspiel und Antizipationsvermögen. Das kann man nicht kopieren.“

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Der eigene Stil und der Weg zur Nummer eins

Statt sich an Neuer zu orientieren, entwickelte Baumann seinen eigenen Stil. Dieser hat ihn nach einem langen Anlauf nun ins deutsche Tor gebracht. Sollte Marc-André ter Stegen, der eigentliche Erbe Neuers, nicht überraschend doch noch spielfit werden, wird Baumann bei der WM zwischen den Pfosten stehen.

„Es fühlt sich aktuell nach Nummer eins an“, erklärte der 35-Jährige. Er betonte: „Ich würde tatsächlich sagen, dass ich jetzt, mit 35, der beste Oli Baumann bin, den es je gab.“

Das richtige Mindset und kontinuierliche Verbesserung

Entscheidend für seine Entwicklung sei „das richtige Mindset“ gewesen. Baumann erläuterte: „Wenn ich davon ausgehe, dass meine Entwicklung eh niemals fertig ist, dann gibt’s für Entwicklung auch keine Grenze.“

Sein Credo lautet: „Es darf nie darum gehen, nur das Niveau zu halten, sonst wird man irgendwann abgehängt. Verbessern, verbessern, verbessern, auch jetzt noch, mit 35: Darum geht es.“ Diese Einstellung hat ihn dazu gebracht, trotz seines Alters weiter an sich zu arbeiten und sich als Torwart stetig zu verbessern.

Baumanns Worte zeigen einen reifen Sportler, der seine Stärken kennt und nicht versucht, anderen nachzueifern, sondern seinen eigenen Weg geht – ein Ansatz, der ihn nun an die Spitze des deutschen Fußballs geführt hat.

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