'Tut so weh': Baumann geknickt nach desaströser Generalprobe in Leipzig
Nationaltorhüter Oliver Baumann hat nach einer enttäuschenden Vorstellung mit der TSG Hoffenheim deutliche Worte gefunden. Beim 0:5 (0:4) bei RB Leipzig, bereits das zweite Mal in dieser Saison, dass Baumann fünf Gegentore kassieren musste, zeigte sich der 35-Jährige sichtlich mitgenommen. "Heute tut es erstmal so weh", gestand der Torwart unmittelbar nach dem Abpfiff. Dennoch betonte er, dass die anstehenden Aufgaben mit der Nationalmannschaft "immer gut" täten.
Ein Spiel, das früh kippte
Wie es zu diesem deutlichen Auseinanderbrechen gegen den direkten Konkurrenten um die Champions-League-Plätze kommen konnte, blieb auch für Baumann rätselhaft. "Eigentlich haben wir extrem stark begonnen, und dann kommen sie relativ einfach zum ersten Tor und auch zum zweiten Tor", analysierte er. Diese frühen Rückschläge hätten der Mannschaft entscheidend den Stecker gezogen – ein Umstand, der nach Ansicht des erfahrenen Keepers nicht passieren dürfe. In der Folge sei man "nicht mehr so gemeinsam füreinander da" gewesen.
Lehrstunde vor internationalen Pflichten
Der Abend in Leipzig habe "viel aufgezeigt, wo wir Entwicklung nehmen müssen", so Baumann weiter. Der Torhüter, der 2024 sein Debüt im DFB-Trikot feierte und auch für die kommenden Länderspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) von Bundestrainer Julian Nagelsmann nominiert wurde, sieht nun dringenden Handlungsbedarf. Sein Eindruck wurde von Trainer Christian Ilzer vollumfänglich bestätigt. Ilzer sprach von einem "sehr, sehr bitteren Abend für uns".
"Spätestens mit dem ersten Gegentreffer ist uns alles abhanden gekommen. Leipzig hat uns den Stecker gezogen", führte der Hoffenheim-Trainer aus. An solchen Punkten müsse man sehr selbstkritisch sein und die Lehren für die Zukunft ziehen. Die misslungene Generalprobe wirft somit einige Fragen auf, bevor Baumann und seine Teamkollegen die internationalen Verpflichtungen in Angriff nehmen.



