Weltmeister-Kollegen ehren Lothar Matthäus zum 65. Geburtstag
Am Samstag feiert der Rekordnationalspieler und Bayern-Legende Lothar Matthäus seinen 65. Geburtstag. Anlässlich dieses Ehrentages gratulieren ihm seine Weggefährten aus dem Weltmeisterteam von 1990 mit persönlichen Worten und teilen besondere Erinnerungen.
Raimond Aumann: "Autofahrten waren die Höchststrafe"
Raimond Aumann (62), der als Ersatztorhüter 1990 mit Matthäus Weltmeister wurde und beim FC Bayern Mannschaftskollege war, blickt auf viele gemeinsame Schlachten zurück. "1990 hat er alles für uns organisiert, hat sich da wirklich ins Zeug gelegt. Das macht er auch bis heute und das finde ich toll", so Aumann. Doch er fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Eine Autofahrt mit Lothar Matthäus war damals die Höchststrafe. Das kannst du nur einmal in deinem Leben verkraften. Gefahren ist er wie ein Henker, wie eine Wildsau."
Aumann betont die positive Entwicklung des Jubilars: "Er hat sich sensationell gehalten. Unglaublich, er schaut nicht aus wie ein 65-Jähriger. Je älter er geworden ist, desto reifer ist er geworden." Abschließend wünscht er: "Ich würde mir wünschen, dass er und Uli vielleicht noch einmal im Sinne des Vereins und auch von uns allen einen gemeinsamen Weg finden."
Holger Osieck: "Absoluter Leader der Mannschaft"
Holger Osieck (77), der als DFB-Co-Trainer von Franz Beckenbauer 1990 in Italien Weltmeister wurde, erinnert sich: "Er war 1990 der absolute Leader innerhalb der Mannschaft. Nicht nur leistungsmäßig, sondern von seinen gesamten Eigenschaften. Er war eine Führungsperson." Osieck hebt besonders Matthäus' Engagement für das Team hervor: "Heute ist es absolut stark, dass er sich so dafür einsetzt, dass die Mannschaft von 1990 regelmäßig zusammenkommt. Schon wenn wir in der Gruppe zusammen sind, versucht er, den nächsten Termin auszumachen."
Pierre Littbarski: "Er war mein Untertan"
Pierre Littbarski (65), der mit Matthäus 1990 in Italien Weltmeister wurde, gratuliert mit einer besonderen Erinnerung: "Natürlich war Lothar Matthäus unser Kapitän bei der WM 1990 in Italien, aber er hatte auch wirklich einen sehr guten Lehrmeister. Wenn sich der Lothar richtig zurückerinnert, wird er wissen, dass ich in der U21-Nationalmannschaft unter Trainer Berti Vogts der Kapitän war. Lothar war mein Untertan." Littbarski fügt anerkennend hinzu: "Er hat sich unter meiner Führung prächtig entwickelt und hat die ganzen guten Sachen übernommen. So wurde er am Ende der beste Kapitän, den ich in meiner ganzen Karriere gehabt habe!"
Thomas 'Icke' Häßler: "Er ist einmalig"
Thomas "Icke" Häßler (59), der ebenfalls 1990 Weltmeister wurde, würdigt Matthäus als herausragende Persönlichkeit: "Lothar war bei der WM 1990 unser Kapitän, unser Anführer – ohne Wenn und Aber. Er ist als Experte im Fernsehen einmalig, macht sensationelle Analysen, ist einfach fantastisch." Häßler bewundert auch die körperliche Verfassung des Jubilars: "Und er sieht fantastisch aus, hält sich in Form. Mit 65 so auszusehen, das wünsche ich mir auch."
Einheitliche Botschaft: Gesundheit und weitere Jahre
Alle vier Weltmeister-Kollegen verbindet in ihren Gratulationen ein gemeinsamer Wunsch: Sie hoffen, dass Lothar Matthäus seine Vitalität und Energie bewahrt und dem Fußball noch lange als Experte und Persönlichkeit erhalten bleibt. Aumann bringt es auf den Punkt: "Er soll vor allem gesund bleiben, denn wir brauchen ihn noch ein paar Jahre. Als Experte, natürlich auch als Mensch und als unser Kapitän."
Die persönlichen Anekdoten und Erinnerungen der Weggefährten zeichnen das Bild eines Mannes, der nicht nur als Fußballer Geschichte geschrieben hat, sondern bis heute eine prägende Figur im deutschen Fußball bleibt. Seine Führungsqualitäten von 1990 werden ebenso gewürdigt wie seine heutige Rolle als Analyst und Verbinder der Weltmeister-Generation.



