FC Bayern: Wo Enrique Kompany im Champions-League-Halbfinale einen Schritt voraus war
Bayern: Enriques taktischer Vorteil gegen Kompany

Das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain war nicht der offene Schlagabtausch, den die Fans aus dem Hinspiel kannten. Das hatte gute Gründe.

Kompany fehlte der Plan B

Im Vorfeld des Rückspiels gegen PSG hatte Vincent Kompany in Aussicht gestellt, dass es – wie im Hinspiel – möglicherweise eine verrückte Partie werden würde. Die Botschaft des Bayern-Trainers und auch die von Sportvorstand Max Eberl und Jonathan Tah war deutlich: Wir glauben an unsere Spielweise und den offensiven Weg. 95 Spielminuten später war klar: Während die Münchner tatsächlich auf ihr bewährtes Rezept setzten, hatte der Pariser Trainer einen anderen Plan. Luis Enrique ließ seine Stars defensiver spielen – und der Spielverlauf mit der frühen Führung gab diesem Ansatz auch noch Rückenwind. Somit war er einen Schritt voraus.

Auf der anderen Seite fanden die Bayern kein Mittel gegen die plötzlich kompakt stehende PSG-Abwehr – es war kein Durchkommen. Trotzdem passte Kompany seine Spielidee nicht an. „Es hat in gewisser Weise der Plan B gefehlt. Sie haben so weitergespielt wie immer, aber gegen Paris ist das nicht immer möglich. Das ist die aktuell beste Mannschaft Europas“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“. PSG habe mehr Pragmatismus gezeigt, als viele im Vorfeld gedacht hatten.

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Wo Enrique einen Schritt voraus war

In der Tat war zu beobachten, dass die Gäste durchaus den Blick zur Anzeigetafel wagten und nur noch kontrollierte Offensive zeigten. Ein wilder Schlagabtausch wie im Prinzenpark blieb daher aus – ein cleverer Schachzug des Pariser Trainers, auf den Kompany keine Antwort fand. „Luis Enrique und seine Pariser waren in der Lage, zu sagen: Wir drehen das mal um und haben noch eine Möglichkeit, anderen Fußball zu spielen und kommen damit ins Finale. Diese Vielseitigkeit fehlt dem FC Bayern noch, kann aber in der nächsten Saison kommen“, erklärt Kumberger. Er glaubt trotzdem an die Fähigkeit von Kompany, an seinen Plänen zu feilen und Lösungen zu finden: „Da mache ich mir bei Vincent Kompany überhaupt keine Sorgen. Es ist erst seine zweite Saison beim FC Bayern und ist noch jung.“

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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