Frust-Punkt für Bayern beim Remis in Leverkusen
Der FC Bayern München hat sich am 14. März 2026 in Leverkusen trotz zahlreicher Widrigkeiten ein 1:1-Unentschieden erkämpft. Nur vier Tage nach dem beeindruckenden 6:1-Sieg im Champions-League-Achtelfinale bei Atalanta Bergamo zeigte der Rekordmeister in der ersten Halbzeit eines seiner schwächsten Spiele der letzten Wochen und Monate.
Schwacher Start und frühes Leverkusen-Tor
Die Münchner agierten fahrig mit vielen einfachen Fehlern. Bereits früh zeigte sich die Problematik: U19-Nationalspieler Culbreath, der erst zum zweiten Mal in der Startelf stand, düpierte Bayerns 70-Millionen-Euro-Mann Luis Díaz und stahl ihm den Ball. Der Kolumbianer blieb stehen, verweigerte den Zweikampf und forderte vergeblich ein Foul. Die Szene lief zu Recht weiter, und nach einer Abwehraktion von Jonathan Tah flog der Schuss von Aleix García über Torhüter Sven Ulreich ins Tor – 1:0 für Leverkusen in der 26. Minute.
Personelle Probleme im Bayern-Tor
Für Bayern stand mit Ulreich die eigentliche Nummer drei im Tor, da sowohl Manuel Neuer (Faserriss in der Wade) als auch Johannes Urbig (Gehirnerschütterung) ausfielen. Für Ulreich war es der erste Pflichtspieleinsatz seit 539 Tagen, zuletzt hatte er am 21. September 2024 gegen Werder Bremen gespielt.
Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen
Schiedsrichter Christian Dingert stand im Mittelpunkt mehrerer kontroverser Szenen. In der ersten Halbzeit zeigte er zunächst nur Gelb für einen übermotivierten und unnötig brutalen Foul von Jackson an Leverkusens Terrier, korrigierte aber nach VAR-Hinweis auf Rot. Terrier konnte jedoch weiterspielen.
Besonders bitter für Bayern: Sowohl das Tor von Tah in der 26. Minute, bei dem der Ball den Ellbogen berührte, als auch das vermeintliche 1:1 von Díaz, bei dem Harry Kane den Ball mit dem Ellbogen blockierte, wurden nach VAR-Eingriffen von Dingert aberkannt.
Ausgleich und weitere Eskalation
Dann bekam Bayern den Ausgleich doch noch geschenkt: Robert Andrich spielte einen katastrophalen Fehlpass direkt zu Michael Olise. Der Franzose nahm Díaz mit, der zum 1:1 ins rechte Eck einschoss (69. Minute). Zuvor hatten Leverkusens Malik Tillmann (58.) und Patrik Schick (59.) innerhalb weniger Aktionen die Chance auf das 2:0 verpasst.
Danach wurde es noch einmal wild: Díaz traf Aleix García mit hohem Fuß am Kopf (74.). Der Leverkusener blutete und musste geklebt werden, doch Dingert beließ es bei Gelb – Glück für Bayern. Nur neun Minuten später flog Díaz dennoch vom Platz und sah Gelb-Rot wegen einer Schwalbe. Für Bayern-Trainer Vincent Kompany war diese Entscheidung völlig unverständlich, er tobte an der Seitenlinie.
Last-Minute-Drama
In der Nachspielzeit traf Jonas Hofmann zum vermeintlichen Last-Minute-Sieg für Leverkusen (90.+3), doch auch dieser Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Damit blieb es beim 1:1-Unentschieden, das für Bayern trotz der Umstände als Frust-Punkt gewertet werden muss.



