Bayern-Talent Lennart Karl spricht über erste Leistungsdelle und erhält Rückendeckung
Bayern-Juwel Karl über erste Flaute und Trainer-Unterstützung

Erste kleine Krise beim Bayern-Juwel: Lennart Karl spricht über Leistungsdelle

Der 17-jährige Offensivspieler Lennart Karl, der in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2025/2026 noch regelmäßig für Furore sorgte, erlebt aktuell seine erste kleine Leistungsdelle beim FC Bayern München. In den vergangenen neun Partien gelang dem Nachwuchstalent nur noch ein einziger Treffer beim Auswärtssieg in Köln, und häufig kommt er mittlerweile nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz.

Viral gegangene Szene symbolisiert gestoppten Höhenflug

Besonders eine Szene aus dem jüngsten 5:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim steht sinnbildlich für den vorerst gestoppten Höhenflug des Münchner Shooting-Stars. Nach seiner Einwechslung versuchte Karl an der Torauslinie mit drei Übersteigern am Gegenspieler Alexander Prass vorbeizukommen, verlor den Ball jedoch ungeschickt ins Aus. Prass reagierte darauf mit einem höhnischen Daumen nach oben in Richtung des Bayern-Profis – eine Geste, die in den sozialen Medien viral ging.

Nach dem Spiel äußerte sich der Jugendnationalspieler erstmals öffentlich zu seiner ersten kleinen Krise: „Einfach weiter Vollgas geben! Man kann nicht immer die perfekte Leistung zeigen. Ich will im Training und Spiel weiter Vollgas geben, dann kommen die Leistungen wieder. Gerade komme ich wieder ganz normal rein.“

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Volle Unterstützung von Trainer und Management

Von Trainer Vincent Kompany erhält das Mega-Juwel größte Unterstützung. Karl bestätigte: „Ich bin oft mit ihm im Austausch. Aber ich bin 17 Jahre, deswegen: einfach weiter machen.“ Auch Sportvorstand Max Eberl stellt sich deutlich hinter den jungen Spieler: „Er hat eine herausragende Hinrunde gespielt. Jetzt ist es eben so, dass die Gegenspieler ihn und seine Stärken kennen und wissen, was er kann.“

Eberl weiter: „Jetzt muss er für sich auch körperlich und mit seinen fußballerischen Fähigkeiten die nächsten Schritte gehen. Aber das macht er völlig entspannt, weil er auch die Lust dazu hat. Er möchte Fußball spielen, er möchte lernen. Und das wird er jetzt auch tun. Ich bin mir sicher, dass er noch sehr wichtige Tore und wichtige Aktionen für uns haben wird.“

Kompany sieht Übersteiger-Szene gelassen

Trainer Vincent Kompany zeigte sich in der Pressekonferenz überraschend entspannt bezüglich der viral gegangenen Übersteiger-Szene: „Ich weiß nicht, was im Internet los war. Tut mir leid, das ist mir entgangen. Wenn mich etwas in dem Moment ärgert, sage ich es natürlich. Aber in dem Moment habe ich nur gesagt: 'Du hast diesen Übersteiger verpasst.' Punkt.“

Der belgische Trainer begründete seine Haltung: „Ich werde meine Spieler jetzt nicht dafür bestrafen, dass sie Übersteiger machen. Was soll ich Michael Olise sagen? Was soll ich Lucho Díaz sagen? Viele Leute kommen deswegen ins Stadion. Und wenn man so etwas verpasst, denke ich immer noch, dass es für Flügelspieler einfach ist.“

Kompany differenzierte jedoch deutlich: „Bei einem Verteidiger führt es zum Gegentor, wenn man etwas verpasst – oder für einen Torwart zum Eigentor. Lenny hat in der Szene etwas verpasst und ist ins Aus gegangen, es gab einen Abstoß. Deshalb dürfen Offensivspieler etwas mehr riskieren.“

Klare Warnung vor Arroganz und Respektlosigkeit

Gleichzeitig sprach der Bayern-Trainer eine deutliche Warnung aus: „Wenn ich Anzeichen von Arroganz oder Respektlosigkeit gegenüber der gegnerischen Mannschaft sehe, muss niemand etwas sagen, dann werde ich etwas sagen. Aber in dem Moment habe ich das nicht so empfunden. Es war einfach Pech.“

Abschließend relativierte Kompany die öffentliche Aufmerksamkeit: „Wahrscheinlich haben sie jedes seiner Tore 250.000 Mal in den sozialen Medien gezeigt. Es ist ein Geben und Nehmen.“ Die Botschaft an den 17-Jährigen ist klar: Kreativität und Mut werden geschätzt, Respekt gegenüber dem Gegner bleibt jedoch oberstes Gebot.

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