FC Bayern München: Sorgen vor Länderspielpause nach Champions-League-Erfolg
Der FC Bayern München hat sich am Mittwochabend mit einem 4:1-Sieg gegen Atalanta Bergalo souverän für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert. Nach dem bereits deutlichen 6:1-Erfolg im Hinspiel ziehen die Münchner damit in die nächste Runde ein, wo sie auf den spanischen Rekordmeister Real Madrid treffen werden. Die Spiele finden am 7. und 15. April statt.
Schlechte Erinnerungen an vergangene Saison
Trotz der aktuellen Erfolge macht sich die Führung des Rekordmeisters große Sorgen. Sportvorstand Max Eberl, der seit März 2024 im Amt ist, äußerte nach dem Spiel deutliche Bedenken bezüglich der anstehenden Länderspielpause. „Da müsste ich ja die März-Länderspielpause noch abwarten, weil das war genau der Casus Knacksus bei uns letzte Saison“, erklärte der 52-Jährige.
Eberl bezog sich dabei auf die zahlreichen Verletzungen, die Bayern-Spieler in vergangenen Länderspielpausen erlitten hatten. Besonders präsent sind die Fälle von Alphonso Davies und Dayot Upamecano, die beide nach Nationalmannschaftseinsätzen im März 2025 schwer verletzt ausfielen.
Verletzungsdramen der Vergangenheit
Der kanadische Abwehrspieler Alphonso Davies zog sich im März 2025 beim Spiel um Platz drei in der Nations League einen Kreuzbandriss zu und fiel fast neun Monate aus. Aktuell muss der 25-Jährige aufgrund einer Oberschenkelzerrung pausieren, die er sich im Hinspiel gegen Bergamo zugezogen hatte. Um für die heiße Phase der Saison und die anstehende WM fit zu werden, verzichtet Davies bewusst auf die März-Länderspiele.
Dayot Upamecano erlitt bei einem Frankreich-Einsatz im März 2025 einen Knorpelschaden im Knie, der operiert werden musste. Der französische Verteidiger fiel wochenlang aus. Diese Ausfälle waren mit ein Grund dafür, dass der FC Bayern im vergangenen Jahr im Viertelfinale der Champions League gegen Inter Mailand ausschied.
Führungsebene zeigt sich besorgt
Max Eberl betonte die Bedeutung gesunder Rückkehrer: „Das hat uns damals sehr, sehr, sehr weh getan. Jetzt hoffen wir, dass die Jungs gesund zurückkommen, wenn sie zur Nationalelf gehen. Und wenn wir dann die Jungs da haben, dann habe ich ein richtig gutes Gefühl, um in diese wirklich fantastischen Wochen zu gehen.“
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, seit Mai 2023 im Amt, unterstützte diese Einschätzung: „Max hat total recht. Weil wenn man so wie wir jetzt im Flow sind, wenn man auch in dieser Taktung ist mit drei Spielen in der Woche, dann kann es ruhig so weitergehen. Das ist jetzt leider nicht der Fall. Und wir hoffen natürlich erst einmal, dass alle gesund aus dieser Länderspielpause auch wieder zurückkehren.“
Positive Nachrichten für Bayern-Talente
Trotz der allgemeinen Bedenken gibt es auch erfreuliche Nachrichten für den FC Bayern. Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte mit Ersatztorwart Jonas Urbig (22) und dem jungen Talent Lennart Karl (18) zwei Bayern-Spieler erstmals für den DFB-Kader. Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet am 27. März ein Spiel gegen die Schweiz und am 30. März gegen Ghana.
Der FC Bayern München befindet sich aktuell in einer erfolgreichen Phase mit drei Spielen pro Woche und möchte diesen Rhythmus beibehalten. Die Sorgen der Vereinsführung zeigen jedoch, wie fragil Erfolg im Profifußball sein kann und wie sehr externe Faktoren wie Länderspiele den Saisonverlauf beeinflussen können.



