Bayern München: Musiala feiert Tor-Comeback, Eberl kündigt Rekordjagd an
Bayern: Musiala-Tor, Eberl will Bundesliga-Rekord brechen

Bayern München feiert Musiala-Comeback und plant Rekordjagd

Beim FC Bayern München herrscht nach dem 4:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach Aufbruchstimmung. Während sich Jamal Musiala über sein erstes Bundesliga-Tor seit fast einem Jahr freuen konnte, kündigte Sportvorstand Max Eberl eine ambitionierte Rekordjagd an. Die neue Sorge um Torhüter Manuel Neuer, der mit Wadeproblemen kämpft, trat dabei vorerst in den Hintergrund.

Musiala beendet lange Torflaute

Jamal Musiala strahlte über das ganze Gesicht, als er nach dem Spiel das obligatorische Selfie für den Spieler des Spiels machte und dabei grinsend den Daumen in die Höhe hob. Sein Elfmeter-Treffer bedeutete das Ende einer fast einjährigen Torflaute in der Bundesliga für den 23-Jährigen. "Mit solchen Spielen komme ich wieder in den Rhythmus, deshalb bin ich sehr glücklich", sagte der Münchner Mittelfeldstar, der sich im Sommer bei der Club-WM eine schwere Verletzung zugezogen hatte.

Der erste Treffer nach seiner Verletzung war Musiala bereits im Januar beim Champions-League-Sieg in Eindhoven gelungen. "Es ist ein bisschen nervig, aber ich brauche Geduld, kann jetzt noch nicht auf 100 Prozent gehen", erklärte der Nationalspieler, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann fest für die Länderspiele im März eingeplant ist.

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Goretzka mit WM-Motivation

Nicht nur Musiala zeigte eine starke Leistung. Auch Leon Goretzka schien von den jüngsten Äußerungen des Bundestrainers beflügelt, der ihm eine wichtige Rolle bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Aussicht gestellt hatte. Der 31-Jährige bereitete das Führungstor von Luis Díaz vor und betonte anschließend: "Die Worte von Nagelsmann sind für mich vielmehr eine Motivation und kein Freifahrtschein für das Turnier im Sommer."

Konrad Laimer und Nicolas Jackson erzielten die weiteren Treffer für die Münchner, die ihren dritten klaren Sieg in Folge feierten. In der Arena-Loge freute sich auch Torjäger Harry Kane, der nach seiner Wadenverletzung bald wieder in die Startelf zurückkehren soll, über den Erfolg seines Teams.

Eberl kündigt Rekordjagd an

Mit nun 92 Toren nach 25 Spieltagen haben die Bayern beste Voraussetzungen, einen historischen Bundesliga-Rekord zu brechen. In der Saison 1971/72 erzielte der Rekordmeister 101 Treffer – eine Marke, die Sportvorstand Max Eberl nun angreifen will. "Wir wollen ihn brechen, wir wollen einen neuen Rekord aufstellen", verkündete der 52-Jährige entschlossen. "Das war immer das Ziel durch die ganze Saison hindurch."

Für den angestrebten Rekord benötigen die Münchner in den verbleibenden Spielen durchschnittlich nur noch einen Treffer pro Partie. Dass sich nun auch Musiala wieder in die Torschützenliste eintragen konnte, freute Eberl besonders: "Das sind so kleine Momente, die ihm jetzt guttun."

Kompany warnt vor überzogenen Erwartungen

Trainer Vincent Kompany zeigte sich zwar erfreut über Musialas Entwicklung, warnte aber gleichzeitig vor zu hohen Erwartungen. "Ich schütze ihn noch", sagte der belgische Coach und verwies auf die schwere Verletzung des Spielers. "Man muss sich nur die Bilder von der schweren Verletzung anschauen, dann weiß man Bescheid. Er wird irgendwann wieder seine allerbesten Momente haben, vielleicht sogar noch mehr, weil er sich körperlich entwickelt hat."

Besondere Momente für junge Talente

In der Schlussphase des Spiels trug Musiala erstmals die Kapitänsbinde – ein besonderer Moment für den Spieler, der vor gut einem Jahr einen langfristigen Vertrag bis 2030 unterschrieben hatte. "Das war eine große Ehre für mich. Als ich danach über den Platz gelaufen bin, hat sie sich schon ein bisschen schwer angefühlt", beschrieb der sichtlich gerührte 23-Jährige.

Ein weiteres Fußball-Märchen erlebte der 17-jährige Maycon Cardozo, der sich über seinen ersten Einsatz für die Bayern-Profis freuen durfte. Der in São Paulo geborene Flügelspieler, der den größten Teil seiner Kindheit in Thailand verbrachte, empfahl sich über ein Nachwuchsprojekt der Münchner. "Wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen, ist das für den FC Bayern eine großartige Geschichte", kommentierte Eberl die Entwicklung des 1,65 Meter großen Talents.

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Während die Bayern die Rekordjagd planen, bleibt die Sorge um Torhüter Manuel Neuer bestehen. Der erfahrene Keeper musste zur Pause gegen Jonas Urbig ausgewechselt werden und wird vor dem Champions-League-Achtelfinale bei Atalanta Bergamo wohl erneut pausieren müssen.