Bayern München: Noch keine Gespräche über Kane-Verlängerung
Beim FC Bayern München sind die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Stürmerstar Harry Kane noch nicht angelaufen. Dies bestätigte Sportvorstand Max Eberl vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig am Mittwochabend. "Die Verhandlungen sind noch nicht gestartet", erklärte Eberl, betonte aber zugleich den regelmäßigen Austausch mit dem englischen Nationalspieler.
Vertragslage und mögliches Saudi-Interesse
Der Vertrag des 32-jährigen Torjägers läuft noch bis zum 30. Juni 2027. Dennoch wird bereits intensiv über eine vorzeitige Verlängerung spekuliert. Medienberichten zufolge bereitet mindestens ein Verein aus Saudi-Arabien ein Angebot für Kane vor, das finanziell äußerst attraktiv sein könnte. "Das, was jetzt um uns herum wieder wabert, dass jemand irgendwas vorbereitet, kann ich nicht sagen", kommentierte Eberl diese Gerüchte zurückhaltend.
Die Münchner Vereinsführung hat jedoch mehrfach signalisiert, den 2023 für rund 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur verpflichteten Angreifer über das aktuelle Vertragsende hinaus halten zu wollen. Kane selbst fühlt sich mit seiner Familie in München wohl, was eine Verlängerung begünstigen könnte.
Eberls Plan für die Zukunft
"Ich kann nur sagen, dass wir mit Harry im intensiven Austausch sind, was ihn betrifft, was unseren Erfolg betrifft", ergänzte der Sportvorstand. "Und die anderen Schritte werden danach kommen." Diese Aussage unterstreicht die strategische Herangehensweise des Rekordmeisters bei Personalentscheidungen.
Weitere Personalien: Neuer und Upamecano
Parallel zur Kane-Frage beschäftigt den FC Bayern auch die Zukunft von Torhüter-Legende Manuel Neuer. Dessen Vertrag endet im Sommer, und Eberl skizzierte den Fahrplan: "März, 40 Jahre, Geburtstag. Und dann werden wir uns zum Ende der Saison hinsetzen und werden schauen, wie es weitergeht." Neuer wird am 27. März vierzig Jahre alt.
Bei Verteidiger Dayot Upamecano steht ein neuer Vertrag kurz vor dem Abschluss. "Bei Upa ist es so, wir kommen immer näher", erklärte Eberl. Diese Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die Transferplanung: "Wenn das jetzt mit Upa alles über die Bühne geht, dann wissen wir, wie wir defensiv aufgestellt sind für die neue Saison. Und dann wissen wir, dass wir vielleicht keinen externen Transfer machen müssen auf der Position."
Diese Klarstellung könnte bedeuten, dass der FC Bayern bei erfolgreichem Vertragsabschluss mit Upamecano finanzielle Ressourcen für andere Positionen freisetzen kann. Die strategische Personalplanung zeigt sich somit als komplexes Puzzle, bei dem jede Entscheidung Konsequenzen für die gesamte Kaderzusammensetzung hat.



