Bayern ohne Neuer in Bergamo: Wie wichtig wird das Spiel für Urbig heute?
Jonas Urbig (22) kam im Januar 2025 für 7 Millionen Euro vom 1. FC Köln zum FC Bayern München und absolvierte bisher 23 Spiele für den deutschen Rekordmeister. Heute Abend (21 Uhr/Amazon Prime Video) steht der junge Torwart im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atalanta Bergamo im Tor – ohne Manuel Neuer (39)! Der Stammtorhüter blieb in München zurück, da er erneut verletzt ist.
Neuer fehlt wegen Muskelverletzung
Manuel Neuer fehlt wegen einer Verletzung in der linken Wade, seinem zweiten Muskelfaserriss innerhalb eines Monats. Der erfahrene Torwart, der 2011 von Schalke 04 zu Bayern wechselte und in seiner Karriere bereits 793 Profispiele bestritt, muss daher pausieren. Diese Situation bietet Jonas Urbig eine weitere große Chance, sich zu beweisen.
Urbigs bisherige Leistungen bei Bayern
Seit seinem Wechsel aus Köln hat Urbig in 14 Monaten bereits 23 Spiele für Bayern absolviert und Neuer in ebenso vielen Partien ersetzt. Der Torwart bewies in wichtigen Spielen bereits seine Qualität, etwa beim 3:2-Sieg in der Bundesliga in Dortmund oder im Achtelfinale der Champions League der letzten Saison gegen Bayer Leverkusen (3:0, 2:0).
Für Urbig beginnt nun in zweierlei Hinsicht die heiße Phase der Saison:
Chance auf WM-Teilnahme
Erstens geht es für Urbig um die Möglichkeit, als Ersatzmann zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) mitzufahren. Nach Informationen gibt es bei Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und seinem Team Überlegungen, den ehemaligen U21-Nationaltorwart (8 Länderspiele) hinter Oliver Baumann (35/Hoffenheim) für einen Platz auf der Bank zu nominieren.
Gründe dafür sind seine gewohnte Rolle als Ersatzmann hinter Neuer bei Bayern, seine konstant starken Leistungen bei Einsätzen und seine potenzielle Zukunft als mögliche Nummer 1 bei den Bayern, was ihn ohnehin in den Fokus der Nationalmannschaft rücken würde. Für eine WM-Nominierung muss Urbig in den kommenden Spielen jedoch weiterhin überzeugen.
Positionierung als Neuer-Nachfolger
Zweitens kann sich Urbig mit Top-Leistungen klar als Nachfolger von Manuel Neuer positionieren, falls der Weltmeister von 2014 seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert und seine Karriere beendet. Nachdem Neuer bereits drei Spiele verpasst hatte (gegen Frankfurt, Dortmund, Gladbach), wird Urbig voraussichtlich mindestens die nächsten drei Partien (in Bergamo, gegen Leverkusen und das Atalanta-Rückspiel) im Tor stehen.
Eberls Aussagen zu Neuers Zukunft
Sportvorstand Max Eberl (52) äußerte vor dem Abflug nach Bergamo erste Zweifel an einer weiteren Verlängerung: „Wir wissen, in welchem Alter Manu ist. Wir haben immer gesagt, er soll erst mal 40 Jahre werden, Ende März. Und dann werden wir uns in Ruhe hinsetzen und sprechen.“
Eberl betonte jedoch, dass die beiden Muskelverletzungen in kurzer Zeit die Sicht des Vereins nicht grundlegend verändert hätten: „Für uns ändert sich die Situation nicht. Jeder Mensch ist im Alter anfälliger. Ich glaube, es geht euch genauso. Ihr wart auch vor 20 Jahren fitter, als ihr es heute seid.“
Der Sportvorstand fügte hinzu: „Gerade im Profifußball muss man da eben sorgsam mit umgehen. Er hat bisher eine herausragende Saison gespielt. Wir sind extrem froh, dass wir ihn verlängert haben im letzten Jahr. Und jetzt schauen wir dann mal, wie es weiter geht.“
Urbigs Einfluss auf seine Zukunft
Ob Manuel Neuer nach der Saison seine Karriere beendet, hängt letztlich von seiner persönlichen Entscheidung ab. Doch ob Jonas Urbig danach im Tor des FC Bayern steht, kann der junge Torwart nun maßgeblich mit seinen Leistungen beeinflussen. Das Spiel in Bergamo bietet ihm dafür eine ideale Bühne.



