FC Bayern: Pavics Rekord-Debüt endet mit Interview-Verbot durch Jugendschutz
Bayern: Pavics Rekord-Debüt - Interview-Verbot durch Jugendschutz

FC Bayern: Pavics historisches Debüt endet mit Interview-Verbot

In der Partie gegen Atalanta Bergamo feierte der 16-jährige Filip Pavic sein Debüt für den FC Bayern München und schrieb damit Klubgeschichte. Mit nur 16 Jahren und 58 Tagen wurde er zum jüngsten Spieler des Rekordmeisters in der Champions League. Auch sein Teamkollege Deniz Ofli (18) durfte erstmals in der Königsklasse auflaufen.

Stadionannouncer gibt Nachhilfe für Bayern-Fans

Die Anhänger in der Allianz Arena benötigten während des Spiels Unterstützung vom Stadionsprecher Stephan Lehmann. Als die beiden Youngster eingewechselt wurden, blieb es bei der Bekanntgabe ihrer Vornamen zunächst still. Viele Zuschauer kannten die Nachwuchstalente noch nicht, obwohl Pavic sogar einen bedeutenden Rekord brach.

Pavic übertrumpft Bayern-Legenden und internationale Stars

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Der Kroate verdrängte Paul Wanner, der sein Champions-League-Debüt mit 16 Jahren, neun Monaten und 19 Tagen gefeiert hatte, von der Spitze der Bayern-Statistik. International reiht sich Pavic in die Riege der jüngsten Akteure ein und liegt dabei sogar vor dem gefeierten Barcelona-Talent Lamine Yamal. Nur Arsenals Max Dowman und Dortmunds Ex-Spieler Youssoufa Moukoko waren bei ihrem ersten Auftritt in der Königsklasse jünger.

Trainingsfleiß zahlt sich aus

Bereits als 15-Jähriger durfte Pavic regelmäßig mit den Profis des FC Bayern trainieren. Der junge Kroate, der 2019 aus der Jugend des SV Waldperlach an die Säbener Straße wechselte, zeigte gegen Atalanta Bergamo sein Potenzial. Auch Ofli überzeugte in seinem ersten Champions-League-Einsatz.

„Man sah, dass sie die DNA haben, wie wir spielen und trainieren“, lobte Doppeltorschütze Harry Kane nach dem Spiel. CEO Jan-Christian Dreesen zeigte sich ebenfalls begeistert: „Sie haben es gut gemacht“, so der 58-Jährige.

Jugendarbeitsschutzgesetz verhindert Interviews

Doch nach dem Spiel wartete eine ungewöhnliche Situation auf die beiden Talente. Ein Mitarbeiter des FC Bayern führte Pavic und Ofli durch die Mixed-Zone und wies Interviewanfragen der Reporter mit den Worten zurück: „Sie dürfen jetzt nicht mehr arbeiten.“

Hintergrund ist das deutsche Jugendarbeitsschutzgesetz. Selbst für Sportler, die unter eine Ausnahmeregelung fallen, gilt: Unter 18-Jährige dürfen nur bis maximal 23 Uhr arbeiten. Für eine spätere Tätigkeit wäre eine zusätzliche Genehmigung erforderlich, die der FC Bayern offensichtlich nicht eingeholt hatte.

Bayern setzt auf Nachwuchs aus eigenem Campus

Sportvorstand Max Eberl betonte die Bedeutung der Jugendförderung: „Man hat keinen großen Abfall gemerkt. Das ist genau der Weg, den wir weitergehen möchten.“ Der Rekordmeister wolle den Talenten vom eigenen Campus zeigen, dass sie eingesetzt werden, wenn sie fleißig trainieren.

Trainer Vincent Kompany setzt diese Vorgabe der Klubführung konsequent um. In seiner Amtszeit feierten bereits acht Spieler aus der eigenen Jugend ihr Profidebüt. Dass dieser Weg sogar bis in die Nationalmannschaft führen kann, beweist aktuell Lennart Karl.

Die Situation um Pavic und Ofli zeigt jedoch auch die Herausforderungen, wenn junge Talente früh in den Profibereich einsteigen. Während sie auf dem Platz Geschichte schreiben können, gelten abseits des Rasens weiterhin strenge Schutzbestimmungen für Minderjährige.

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