Champions League: Torwart-Rätsel bei Bayern vor Bergamo-Rückspiel - Urbig im Comeback?
Bayern: Torwart-Rätsel vor Champions-League-Rückspiel gegen Bergamo

Champions League: Torwart-Rätsel bei Bayern vor Bergamo-Rückspiel

Die Tür zum Viertelfinale der Champions League steht für den FC Bayern München sperrangelweit offen. Selbst wenn ein Königsklassen-Debütant im Tor stehen müsste, bestünde für Trainer Vincent Kompany kein Grund zur Panik. Das Rückspiel gegen Atalanta Bergamo am Mittwochabend in der Allianz Arena (21:00 Uhr/DAZN) wird ausnahmsweise ein Bayern-Spiel ohne großen Druck.

Verzwickte Torwart-Situation in München

Das Münchner Torwart-Rätsel wird sich womöglich erst kurz vor Anpfiff endgültig auflösen. Jonas Urbig scheint nach seinem heftigen Kopf-Crash beim 6:1 in Bergamo vor einer Woche pünktlich fit zu werden. Der 22-Jährige trainierte bereits am Montag wieder mit dem Team, wie Videobilder des FC Bayern zeigten. Für ein endgültiges Comeback muss jedoch der Münchner Teamarzt nach Abschluss eines speziellen Rückkehrprotokolls für Kopfverletzungen grünes Licht geben.

Überraschend mischte auch Manuel Neuer beim Abschlusstraining mit - nur anderthalb Wochen nach seinem zweiten Muskelfaserriss in der linken Wade. Ein Comeback des Kapitäns war und ist allerdings nicht vorgesehen. Die erfahrene Nummer drei Sven Ulreich verletzte sich beim 1:1 in Leverkusen kurz vor Schluss so schwer am Muskel, dass er vorerst ausfällt. Auch die nominelle Nummer vier des Profiteams, Leon Klanac (19), ist verletzt.

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Prescott als möglicher Debütant

Für den Notfall steht der 16-jährige Leonard Prescott parat. Der in New York geborene Teenager war bereits in Bergamo und am Wochenende in Leverkusen dabei, saß dort aber noch entspannt auf der Bank. Der 1,96 Meter große Riese gilt als großes Talent, als ein spielender Torwart à la Neuer, der das Risiko liebt. Ein Prescott-Debüt im europäischen Rampenlicht würde dem Rückspiel einen speziellen Spannungseffekt verleihen.

Trainer Kompany könnte trotz des komfortablen Fünf-Tore-Vorsprungs aus dem Hinspiel ein Risiko bei Urbig scheuen. „Wir werden nicht Larifari spielen“, versicherte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach der Tor-Gala in Bergamo. „Ich weiß, wir haben schon einen sehr guten Schritt gemacht“, sagte Kompany: „Trotzdem möchte ich dieses Heimspiel zu Hause richtig seriös gewinnen.“

Komfortable Ausgangslage für die Bayern

Die verzwickte Torwart-Situation müsste eigentlich größere Sorgen vor einem K.o.-Spiel in Europas Königsklasse hervorrufen. Doch der Fünf-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel in Italien ist ein komfortables Ruhepolster. „Die Tür zum Viertelfinale ist weit offen“, sagte Bayern-Chef Dreesen. Torjäger Harry Kane und seine Teamkollegen müssen in der Allianz Arena nur hindurchspazieren.

Das dürfte auch ohne die gesperrten Leistungsträger Joshua Kimmich und Michael Olise sowie die beim Hinspiel verletzten Alphonso Davies und Jamal Musiala reine Formsache sein. Nationalspieler Musiala fehlte nach seiner Schmerzreaktion am operierten linken Fuß beim Training. Dafür ist Kane wieder ein Mann für die Startelf. In Bergamo musste der Torjäger nach einer Wadenprellung seinen Kollegen noch beim Toreschießen zuschauen.

Blick Richtung Viertelfinale

Das programmierte Viertelfinale gegen Real Madrid oder Manchester City schiebt Kompany in den Hintergrund. „Ich mache mir noch nicht so viele Gedanken. Wir müssen erst selbst noch in die nächste Runde. Und was kommt, das kommt. Wir wissen, dass es nichts Einfaches wird“, sagte der Belgier: „Wenn wir uns qualifizieren für das Viertelfinale, werden es schöne Spiele sein.“

Das Rückspiel gegen Bergamo bietet den Bayern eine ungewöhnlich entspannte Ausgangslage. Der in Italien herausragende Doppel-Torschütze Olise und auch Kapitän Kimmich holten sich beim Stand von 6:0 sogar jeweils clever die dritte Gelbe Karte ab, um im Viertelfinale wieder unvorbelastet dabei sein zu können. Die Münchner können sich somit voll auf die Lösung ihres Torwart-Rätsels konzentrieren, während der sportliche Druck durch die komfortable Führung deutlich reduziert ist.

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