FC Bayern: Upamecano-Verlängerung schließt Schlotterbeck-Wechsel nicht aus
Bayern: Upamecano-Verlängerung, Schlotterbeck bleibt Thema

FC Bayern: Upamecano-Verlängerung schließt Schlotterbeck-Wechsel nicht aus

Bei der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano fehlt nur noch die offizielle Unterschrift. Dennoch glaubt Europameister Thomas Helmer nicht, dass die Tür für BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck damit automatisch zugefallen ist. Im Gegenteil: Helmer sieht weiterhin eine sportlich attraktive Option für den FC Bayern.

Schlotterbecks Zukunft bleibt ungewiss

Seit Wochen und Monaten ist die Zukunft von Nico Schlotterbeck das zentrale Thema bei Borussia Dortmund. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft bis 2027, eine Verlängerung lässt weiter auf sich warten. Schlotterbeck wägt seine Optionen sorgfältig ab und zögert bewusst mit einer Entscheidung.

Klar ist: Auch der FC Bayern hat den DFB-Nationalspieler seit Längerem auf dem Zettel. Bislang galt jedoch die Devise, dass in München zunächst die Verlängerung mit Dayot Upamecano oberste Priorität genießt. Diese Priorität scheint inzwischen abgearbeitet. Zwar fehlt die Unterschrift noch, doch beide Seiten haben sich grundsätzlich geeinigt – das bestätigte zuletzt auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.

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Helmer: "Sportlich würde das weiterhin sehr gut passen"

"Viele sagen, dass die Tür zu den Bayern wegen Upamecano zu ist. Das sehe ich anders. Sportlich würde das weiterhin sehr gut passen", so Helmer im Gespräch mit SPORT1. "Klar: Die Bayern hätten dann natürlich ein Überangebot. Dann müssten sie aber eben einen anderen Spieler abgeben. Nur Schlotterbeck dazuholen geht natürlich nicht und macht auch keinen Sinn."

Dass Schlotterbeck für den FC Bayern sportlich hochattraktiv ist, liegt auf der Hand – auch unabhängig von Upamecano. "Die Bayern haben hinten – außer Ito – keinen Linksfuß, zudem ist er deutscher Nationalspieler. Da ist es nur logisch, dass die Bayern sich für den Spieler interessieren", analysiert Helmer.

Finanzielle und sportliche Perspektiven

Finanziell könnten die Bayern Schlotterbeck ohnehin locken. In Dortmund steht eine mögliche Gehaltsverdopplung auf über zehn Millionen Euro im Raum. In München dürfte er sich eher an Spielern wie Jonathan Tah orientieren – rund 16 Millionen Euro jährlich. Noch wichtiger für Schlotterbeck: die Titelperspektive.

"Da müsste sich in Dortmund einiges ändern", glaubt Helmer. "Er will Titel holen. Dafür braucht er in Dortmund eine bessere Mannschaft. Qualitativ sehe ich die Bayern im Moment auf einem ganz anderen Level."

Dortmunds Druck und Schlotterbecks Zögern

Der BVB möchte unbedingt verhindern, mit Schlotterbeck in dessen letztes Vertragsjahr zu gehen. Selbst eine Ausstiegsklausel ist intern längst kein Tabu mehr. Sportdirektor Sebastian Kehl erhöhte zuletzt öffentlich den Druck: "Nico weiß, dass wir so schnell wie möglich eine Entscheidung wollen!"

Schlotterbeck lässt den BVB zappeln – aus Helmers Sicht völlig legitim: "Ich finde, das ist sein gutes Recht. Er hat noch Vertrag bis 2027. Ich finde es nachvollziehbar, dass er sich das ganz genau anguckt, um dann eine Entscheidung zu treffen."

Seine Zukunft scheint völlig offen. Doch selbst wenn Upamecano beim FC Bayern verlängert, ist die Schlotterbeck-Frage für Helmer noch lange nicht vom Tisch. Die Innenverteidigung der Zukunft in München könnte durchaus noch eine Überraschung bereithalten.

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