Vor Real-Rückspiel: Kompanys Pausen-Strategie für Bayern vor St. Pauli-Duell
Zwischen den beiden alles überstrahlenden Gigantenduellen in der Champions League gegen Real Madrid kann der FC Bayern München in der Bundesliga theoretisch durchschnaufen. Doch Trainer Vincent Kompany lässt sich für die Pflichtaufgabe beim abstiegsbedrohten FC St. Pauli am Samstag nicht vorzeitig in die Karten schauen.
Offene Personalentscheidungen vor Hamburg-Reise
Pausen für Schlüsselspieler wie Stürmerstar Harry Kane oder Torhüter-Legende Manuel Neuer vor dem entscheidenden zweiten Aufeinandertreffen mit Real Madrid? An seinem 40. Geburtstag vor dem Training zeigte sich Kompany entschlossen, alle Optionen offen zu halten. „Ehrlicherweise, ich weiß es noch nicht. Ich will noch letzte Informationen bekommen“, erklärte der belgische Trainer. Dass er jedoch einige seiner Topstars schonen könnte, erscheint durchaus naheliegend.
Kompany betonte, er wolle in Hamburg eine Mannschaft aufstellen, die mit derselben Energie und Intensität wie beim 2:1-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel gegen Real am Dienstag aufläuft. Dabei geht es ihm nicht allein um die individuelle Qualität, sondern besonders um die Frische seiner Spieler. „Wir wollen das nicht verlieren, was wir derzeit haben“, unterstrich der Trainer vor der Dienstreise nach Hamburg und dem Rückspiel gegen Real vor heimischer Kulisse am Mittwoch.
Kanes Fitness und Neuers mögliche Pause
Stürmerstar Harry Kane hatte trotz Problemen am Sprunggelenk im Hinspiel gegen Real Madrid auflaufen können und dabei eine bemerkenswerte Leistung gezeigt. „Bei Harry war es nach dem Spiel gut. Er hat ein bisschen über die Schmerzgrenze gespielt, aber am nächsten Tag war alles gut“, berichtete Kompany über den für die Bayern unverzichtbaren Engländer. Diese positive Entwicklung könnte in die Personalplanung einfließen.
Sogar einen Einsatz von Manuel Neuer gegen St. Pauli schloss der Trainer nicht kategorisch aus. Bei einem Sieg in Hamburg könnten die Münchner den uralten Torrekord von 101 Treffern aus der Bundesligasaison 1971/72 übertreffen. „Wir hatten noch nicht viel Zeit zwischen den Spielen“, räumte Kompany ein. „Wenn Manu nicht sagt, dass er ein Problem spürt, dann macht man weiter.“ Der Torwart könne so im gewohnten „Flow“ bleiben.
Sollte der erfahrene Nationaltorwart dennoch eine Verschnaufpause erhalten, würde ihn der junge Jonas Urbig zwischen den Pfosten ersetzen. Kompany versicherte: „Wir werden immer vernünftig entschieden.“ Der interne Konkurrenzkampf um die Plätze könne der Mannschaft zusätzliche Motivation und „extra Feuer“ verleihen, so der Trainer.



