Bayerns Torwart-Zukunft: Alles hängt an Manuel Neuers Entscheidung
Die Zukunft des FC Bayern im Torwartbereich ist derzeit völlig offen und hängt maßgeblich an einer Person: Manuel Neuer. Der Routinier, der am 27. März 40 Jahre alt wird, muss entscheiden, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert oder seine Karriere beendet. Diese Entscheidung wird nicht nur Neuers eigene Zukunft bestimmen, sondern auch die von zwei weiteren Torhütern mit Bayern-Bezug.
Nübels mögliche Rückkehr nach München
Alexander Nübel, der beim FC Bayern einen Vertrag bis 2030 besitzt und aktuell an den VfB Stuttgart ausgeliehen ist, könnte im Sommer nach München zurückkehren. Der 29-Jährige spielt eine solide Saison in Stuttgart und wird voraussichtlich als Nummer zwei hinter Oliver Baumann im deutschen WM-Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann stehen. Nübels Bayern-Zukunft ist jedoch direkt mit Neuers Entscheidung verknüpft.
Nach Informationen der AZ rechnet Nübel bis Anfang April mit einer Klarstellung von Neuer. Sollte der Stammtorhüter seinen Vertrag verlängern, würde Nübel nicht zum FC Bayern zurückkehren und stattdessen eine neue Herausforderung suchen – möglicherweise in der englischen Premier League, die ihn besonders interessieren soll. Bei einem Verkauf könnte Bayern für Nübel, dessen Marktwert bei zwölf Millionen Euro liegt, eine ordentliche Ablöse kassieren.
Das Duell um die Nummer eins
Falls Neuer seine Karriere beendet, zeichnet sich beim FC Bayern ein spannendes Duell um den Stammplatz ab. Alexander Nübel würde dann mit Jonas Urbig um die Position des ersten Torwarts konkurrieren. Urbig, der in dieser Saison bereits acht Pflichtspiele bestritten hat, kommt seit Neuers Muskelfaserriss regelmäßig zum Einsatz und kann sich bei Cheftrainer Vincent Kompany empfehlen.
Der 22-Jährige wird auch im kommenden Klassiker bei Borussia Dortmund am 28. Februar im Tor stehen – eine große Bühne und Chance für den jungen Keeper, der sich bisher nur wenige Fehler geleistet hat. Urbig zeigte sich nach dem 3:0 in Bremen bescheiden: "Sehr viel lerne ich von Neuer, Sven Ulreich und Torwarttrainer Michael Rechner. Aber alle Zukunftsthemen und Entscheidungen sind nichts, worüber ich entscheide."
Nationalmannschafts-Perspektiven
Interessant ist auch die Entwicklung auf Nationalmannschaftsebene. Während Nübel als gesetzt für das WM-Aufgebot gilt, wird inzwischen auch Jonas Urbig als Kandidat für den Kader gehandelt. Marc-André ter Stegen, eigentlich Nagelsmanns Wunschlösung, hat nach seiner schweren Muskelverletzung nur noch geringe Chancen auf eine WM-Teilnahme. Manuel Neuer hat zudem keine Lust, unter Nagelsmann noch einmal ins DFB-Tor zurückzukehren.
Die aktuelle Rangordnung in der Nationalmannschaft sieht wie folgt aus:
- Oliver Baumann (Hoffenheim) als Stammtorhüter
- Alexander Nübel (VfB Stuttgart) als Stellvertreter
- Noah Atubolu (SC Freiburg) und Finn Dahmen (FC Augsburg) dahinter
In wenigen Wochen werden alle Beteiligten schlauer sein. Klar scheint nur, dass mindestens ein Bayern-Torhüter im deutschen WM-Aufgebot stehen wird – möglicherweise sogar zwei, falls sich Urbig weiterhin gut entwickelt. Die Torwart-Frage beim FC Bayern bleibt bis zur Entscheidung Manuel Neuers vollkommen offen.



