Union-Legende Becker wechselt zu Fischer nach Mainz - Hat Union Berlin eine Chance verpasst?
Becker zu Mainz: Hat Union Berlin eine Chance verpasst?

Union-Legende Becker folgt Fischer nach Mainz - Eine verpasste Chance für die Eisernen?

Bei Union Berlin herrscht derzeit eine deutliche Sturm-Flaute. Zwar verfügen die Eisernen über eine üppige Besetzung im Angriff, doch kein Stürmer trifft konstant zuverlässig. Alle Union-Stürmer zusammengenommen kommen in dieser Saison lediglich auf elf Tore, wobei Ilyas Ansah mit fünf Treffern der beste Schütze ist. Diese Bilanz ist eindeutig zu wenig für die Ambitionen des Clubs.

Becker: Der perfekte Kandidat ging woanders hin

Gerade in dieser Situation war ein guter, alter Bekannter auf dem Transfermarkt verfügbar, der sofort hätte helfen können: Union-Legende Sheraldo Becker. Doch der 31-jährige Offensivspieler kehrte nicht nach Köpenick zurück, sondern wechselte stattdessen zu seinem Ex-Trainer Urs Fischer nach Mainz.

Becker selbst äußerte sich zu seinem Wechsel: "Ich habe mit Urs über alles gesprochen, auch darüber, wie es mir geht und wie es der Familie geht. Am Ende habe ich gesagt, dass ich mich freue, nach zwei Jahren wieder mit ihm zusammenzuarbeiten. Seine Spielphilosophie habe ich schon vor viereinhalb Jahren gespielt. Wir wissen beide genau, was wir machen müssen."

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Diese Aussage dürfte bei Union Berlin besonders schmerzen und wirft die entscheidende Frage auf: Warum griffen die Eisernen nicht zu? Nach aktuellen Informationen gab es neben Mainz 05 kein ernsthaftes Bundesliga-Interesse an Becker - obwohl der Spieler ausdrücklich nach Deutschland zurückwollte.

Mainz agierte schnell und zielgerichtet

Mainz-Sportdirektor Christian Heidel erklärte den Transfer: "Wir hatten Becker schon länger auf unserer Liste, der erste Kontakt mit ihm entstand bereits im Sommer. Nach der Verletzung von Hollerbach mussten wir innerhalb von drei Tagen handeln, haben ihn erneut kontaktiert und tatsächlich erst danach mit Urs Fischer über ihn gesprochen."

Becker ersetzt damit den verletzten Ex-Unioner Benedict Hollerbach, der sich am 31. Januar gegen Leipzig die Achillessehne riss. Nur zwei Tage später schloss das Transferfenster. Der Wechsel von CA Osasuna zu Mainz erfolgte ohne Ablösesumme, wobei bei einer bestimmten Anzahl von Einsätzen eine Kaufpflicht über 500.000 Euro greift - ein echtes Schnäppchen für den Bundesligisten.

Heidel betonte: "Die Verhandlungen mit dem Berater von Becker waren sehr unkompliziert, da er in die Bundesliga zurückwollte und dazu den Trainer kannte. Zehn Minuten vor Ablauf des Transferfensters war der Deal dann perfekt."

Union verpasst möglichen Problemlöser

Fakt ist: Union Berlin verfügt zwar mit Spielern wie Burke, Ilic, Ansah, Jeong und Skarke über eine große Auswahl im Sturm, doch es fehlt an der nötigen Durchschlagskraft. Genau diese Qualität besitzt Sheraldo Becker. Zusätzlich wäre er durch seine herausragende Schnelligkeit ideal für Steffen Baumgarts Umschaltspiel gewesen. Darüber hinaus kennt er den Klub in- und auswendig: 140 Pflichtspiele bestritt er für Union, fast alle unter der Ägide von Urs Fischer. Dabei erzielte er 24 Tore und bereitete 26 weitere vor. Gemeinsam erreichten sie alle drei europäischen Wettbewerbe.

Jetzt setzen Becker und Fischer ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in Mainz fort. Die spannende Frage bleibt: Wird die Erfolgsstory dort weitergehen - und ärgert sich Union Berlin am Ende doppelt über diese verpasste Gelegenheit? Die Sturmprobleme in Köpenick sind offensichtlich, und mit Becker hätten sie einen bewährten Problemlöser zurückgewinnen können, der sowohl die Spielphilosophie des Trainers als auch die Kultur des Vereins perfekt versteht.

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