Wie David Beckham einem Kommentator in schwerer Trauer half
Beckham half Kommentator bei Trauerbewältigung

Fußball-Ikone als Trost in schwerster Zeit

Ein ungewöhnliches Fußballbuch liegt seit Anfang des Monats in den Buchläden aus: In „Hoffentlich haben die TV im Himmel“ erzählen die Brüder Uli und Jogi Hebel nicht nur von ihrem Weg an die Spitze der Kommentatoren-Riege, sondern vor allem von ihrem Umgang mit dem frühen Tod beider Eltern. Die neu erschienene Biografie gewinnt durch diese persönliche Geschichte eine besondere Tiefe und emotionale Relevanz.

Zwei schwere Schicksalsschläge in jungen Jahren

Als Jogi gerade 13 und Uli erst elf Jahre alt waren, erkrankte ihr Vater Andreas im September 1999 an Krebs und verstarb nur wenige Wochen später im Alter von 62 Jahren. Dieser Verlust traf die Familie schwer, doch der nächste Schicksalsschlag ließ nicht lange auf sich warten. Rund zwei Jahre später erhielt Mutter Gotelind ebenfalls eine Krebsdiagnose, und auch ihr war nur noch wenig Zeit vergönnt – sie starb mit nur 49 Jahren. Das Leben der beiden Brüder hatte sich für immer verändert, doch ihre gemeinsame Leidenschaft für den Fußball sollte ihnen helfen, diese schwere Zeit zu überstehen.

Die tröstende Kraft einer Fußball-Legende

Im Buch, das von Autor Kai Psotta verfasst wurde, wird eindrücklich beschrieben, wie die Begeisterung für einen einzelnen Star insbesondere Uli Hebel dabei half, den Verlust seiner Eltern zu verkraften. Sein Held war stets der englische Fußballer David Beckham. Irgendwann nach dem Tod des Vaters hatte der junge Uli keine Lust mehr, schwarze Trauerkleidung zu tragen. Auf die Frage seiner Mutter, was er denn stattdessen anziehen wolle, stand er entschlossen mit seinem knallroten Beckham-Trikot vor ihr. „Uli liebt David Beckham einfach!“, heißt es in der Biografie – eine kindliche Begeisterung, die in dieser dunklen Zeit zum wichtigen emotionalen Anker wurde.

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Ein besonderes Treffen als Höhepunkt

Jahre später erlebten die Hebel-Brüder dann einen besonderen Höhepunkt, der ihre Verbindung zu Beckham noch vertiefte. Bei einem Besuch im Trainingslager von Real Madrid in Österreich legte Uli gleich sechs Beckham-Trikots bereit. Durch Michael Owen aufmerksam gemacht, kam die englische Fußball-Ikone tatsächlich zu den beiden Brüdern. Beckham signierte ein Buch, das sie extra mitgebracht hatten – seine eigene Autobiografie. Dieses Erlebnis blieb den beiden als besonderer Moment in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung in Erinnerung.

Beruflicher Erfolg trotz schwerer Umstände

Trotz der traumatischen Verluste in jungen Jahren verfolgten beide Brüder unbeirrt ihren Traum, Fußball-Kommentatoren zu werden. Uli begann seine Karriere unter anderem beim Online-Radio sport1.fm, während beide heute für renommierte Sender wie Sky und DAZN arbeiten. Das Buch endet mit zwei bewegenden Briefen der Brüder an ihre verstorbenen Eltern – Uli schreibt an den Vater, Jogi an die Mutter. „Hoffentlich haben die TV im Himmel“ ist im Verlag Edel Sports erschienen und zeigt, wie Sport und persönliche Idole in schwierigsten Lebensphasen Trost und Orientierung bieten können.

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