Benaglio bleibt gelassen: VW steht voll hinter dem VfL Wolfsburg
Der ehemalige Torwart des VfL Wolfsburg, Diego Benaglio, zeigt sich trotz der angespannten Situation beim abstiegsbedrohten Bundesligisten und dessen Mutterkonzern Volkswagen zuversichtlich. Als Mitglied des Aufsichtsrats des Vereins betont er die enge Verbindung zwischen Klub und Konzern.
Volkswagen signalisiert volle Unterstützung
„Wir haben das klare Signal erhalten, dass Volkswagen voll und ganz hinter dem VfL steht“, erklärt Benaglio im Gespräch mit der Sport Bild. „Der Fußball gehört zum Konzern – das ist eine feste Verankerung.“ Diese Aussage bezieht sich auf die jüngsten Äußerungen von VW-Chef Oliver Blume, der in einem Interview mit RTL/ntv über mögliche Sparmaßnahmen beim Fußballklub gesprochen hatte.
Blume hatte erklärt, man müsse auch beim VfL „Optimierungen angehen“ und werde am Saisonende „alles auf den Prüfstand stellen“. Der Volkswagen-Konzern selbst kämpft derzeit mit erheblichen Gewinneinbrüchen, was die finanzielle Situation des Bundesligisten zusätzlich belastet.
Benaglio interpretiert Blumes Worte positiv
Der 42-jährige Ex-Torhüter, der mit Wolfsburg 2009 Meister und 2015 Pokalsieger wurde, versteht die Aussagen des VW-Chefs nicht als Bedrohung: „Ich habe das so verstanden, dass man sich anschauen wird, was man besser machen kann. Das ist normal und nach einer solchen Saison sehr verständlich.“
Nach 26 Spieltagen befindet sich der VfL Wolfsburg auf dem 17. Tabellenplatz und steckt tief im Abstiegskampf. Trainer Dieter Hecking soll den Klub noch zum Klassenerhalt führen. Benaglio sieht bereits erste positive Anzeichen unter der neuen Führung.
Heckings Einfluss und die notwendige Mentalität
„Beim 1:1 gegen Hoffenheim haben wir schon einiges von Heckings Handschrift gesehen“, analysiert der Aufsichtsrat. „Wir waren defensiv stabiler. Das gibt den Spielern Sicherheit.“ Besonders hebt Benaglio die „Ruhe und Erfahrung“ hervor, die der neue Trainer ausstrahle.
Für die Mission Klassenerhalt betont der ehemalige Nationaltorhüter die Notwendigkeit einer besonderen Mentalität: „Wir brauchen eine Wagenburg-Mentalität. Viele Menschen außerhalb von Wolfsburg wollen uns nicht in der Bundesliga sehen. Das bedeutet für uns nur: jetzt erst recht.“
Diese kämpferische Einstellung spiegelt Benaglios Vertrauen in die Zukunft des Vereins wider, trotz der aktuellen sportlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Verbindung zu Volkswagen bleibt dabei ein zentraler Stabilitätsfaktor.



