Bielefeld - Spätes Gegentor im Jubiläumsspiel: Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Gegen den VfL Bochum kamen die Ostwestfalen in Jubiläumstrikots am 100 Jahre alten Stadionstandort nicht über ein 1:1-(1:0)-Unentschieden hinaus und verpassten den 200. Zweitliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte. Bochum hingegen hat nun 40 Punkte und dürfte für eine weitere Zweitligasaison planen können.
Spielverlauf: Elfmeter und Ausgleich
Zunächst hatte Joel Grodowski die Bielefelder per Foulelfmeter mit 1:0 in Führung gebracht (27.). Mutigere Bochumer glichen durch den eingewechselten Moritz-Broni Kwarteng in der 79. Minute zum verdienten 1:1-Endstand aus. Ein vom Videoassistenten entlarvtes Foul von Cajetan Lenz an Robin Knoche ermöglichte Grodowski mit seinem fünften verwandelten Elfmeter in dieser Saison das Bielefelder Führungstor. Anfangs enttäuschende Bochumer wurden in der zweiten Halbzeit deutlich mutiger und kamen durch Kwartengs Tor schließlich zum verdienten Punkt.
Historischer Rahmen: 100 Jahre Stadion Alm
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fußballstandorts an der Melanchthonstraße mit dem ersten Spiel am 1. Mai 1926 waren für die Partie gegen Bochum die Namensschilder „Schüco-Arena“ durch Schilder mit dem Traditionsnamen „Stadion Alm“ ersetzt worden. Die Arena trug aus aktuellem Anlass diesen historischen Namen.
Rote Karte für Trainer Kniat
Kurz nach dem Schlusspfiff sah Bielefelds sich beschwerender Trainer Mitch Kniat vom Schiedsrichter Tobias Stieler die Rote Karte. Die Arminia verpasst mit dem 200. Heimsieg ihrer Zweitliga-Historie auch den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Bochum scheint gerettet.



