BILD legt Rechtsmittel ein: Gericht stoppt Berichterstattung über Stefan Kuntz-Fall beim HSV
BILD legt Rechtsmittel ein: Gericht stoppt Kuntz-Berichte

BILD legt Rechtsmittel ein: Gericht stoppt Berichterstattung über Stefan Kuntz-Fall

Die BILD-Zeitung hat am 11. Januar 2026 die wahren Gründe für die Trennung zwischen dem Hamburger SV und Stefan Kuntz aufgedeckt. Offiziell war der 63-jährige Sportvorstand zum Jahreswechsel aus persönlichen familiären Gründen ausgeschieden. Tatsächlich hatten jedoch mehrere Mitarbeiterinnen intern schwerwiegende Vorwürfe gegen ihn erhoben.

HSV bestätigt Recherchen von BILD

Der Aufsichtsrat des HSV hat in öffentlichen Stellungnahmen die Recherchen der BILD-Redaktion umfangreich bestätigt. In den Statements war von Vorwürfen eines schwerwiegenden Fehlverhaltens die Rede, die der Verein nach einer internen Untersuchung als glaubhaft eingestuft hatte. Daraufhin habe der Aufsichtsrat eine schnellstmögliche Trennung von Stefan Kuntz angestrebt.

Mehrere namhafte Medien haben die Berichterstattung durch eigene Recherchen untermauert und die Vorwürfe gegen den ehemaligen HSV-Sportvorstand konkretisiert. Der Spiegel hatte Kontakt zu einer der mutmaßlich betroffenen Frauen aufgenommen. Der Stern zitierte die Anwältin einiger Frauen, die Kuntz jenes Fehlverhalten vorwerfen. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass fünf Frauen intern Vorwürfe erhoben hätten.

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Landgericht Hamburg erlässt einstweilige Verfügung

Der Medienanwalt von Stefan Kuntz hat die Berichterstattung der BILD-Zeitung vor mehreren Gerichten angegriffen. Nun hat das Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung erlassen, die zur sofortigen Rückziehung der Artikel führt. Betroffen sind auch jene Passagen, die durch Aussagen des HSV und anderer Medien bestätigt wurden.

Das Gericht wirft BILD unzulässige Verdachtsberichterstattungen vor, weil es an einem Mindestbestand an Beweistatsachen fehle. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Berichterstattung nicht den erforderlichen journalistischen Sorgfaltsstandards entspreche.

BILD kündigt Rechtsmittel an

Die Redaktion der BILD-Zeitung hat umgehend angekündigt, Rechtsmittel gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg einzulegen. In einer Stellungnahme betonte die Zeitung, dass sie weiterhin von der Richtigkeit ihrer Recherchen überzeugt sei und den juristischen Weg beschreiten werde.

Die Entwicklung dieses Falls zeigt die Spannung zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechten in der deutschen Medienlandschaft. Während einige Medien die Berichterstattung unterstützen, sieht das Gericht die Grenzen der zulässigen Berichterstattung überschritten. Der Ausgang des Rechtsmittels wird mit Spannung erwartet.

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