Bosnien feiert historischen WM-Einzug: Dzeko-Verletzung überschattet Sieg gegen Italien
Bosnien jubelt über WM-Einzug: Dzeko verletzt

Historischer Triumph: Bosnien bezwingt Italien im Elfmeterdrama

Die bosnische Fußballnationalmannschaft hat sich in einem atemberaubenden Duell gegen Italien für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Mit einem 4:1 im Elfmeterschießen sicherte sich das Team um Trainer Sergej Barbarez die zweite WM-Teilnahme der Landesgeschichte nach dem Debüt 2014. Dieser Sieg markiert gleichzeitig das vorläufige Ende der italienischen WM-Tradition, da die Squadra Azzurra letztmals 2014 bei einem Turnier dieser Größenordnung vertreten war.

Sarajevo im Ausnahmezustand: Straßen voller Jubel und Fahnen

In der Hauptstadt Sarajevo brach nach dem finalen Pfiff unmittelbar ein kollektiver Freudentaumel aus. Die Tageszeitung Dnevni avaz beschrieb die Szenerie mit den Worten: „Sarajevo kocht vor Emotionen, die Straßen sind erfüllt von Freude, Gesang und Fahnen, während das ganze Land einen historischen Moment für den bosnischen Fußball feiert.“ Die Regierung kündigte bereits einen spektakulären Empfang für die zurückkehrenden Nationalspieler an, die am Mittwoch zu einer offiziellen Siegesfeier in der Hauptstadt erwartet werden.

Dramatischer Abgang: Kapitän Dzeko erleidet Schulterverletzung

Der Triumph wurde jedoch von einer besorgniserregenden Verletzung des Mannschaftskapitäns Edin Dzeko überschattet. Beim Verlassen des Spielfelds war sein rechter Arm deutlich sichtbar mit Klebeband an seiner Brust fixiert, was auf eine Schulterverletzung hindeutet. Trainer Sergej Barbarez äußerte sich besorgt: „Ich hoffe, Edins Verletzung ist nicht schwerwiegend und er kann bei der Weltmeisterschaft dabei sein, denn er hat nicht viel Zeit.“ Die genaue Diagnose und die Dauer der Ausfallzeit stehen noch aus.

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Junge Helden und ein besonnener Trainer

Besonders bemerkenswert war die Nervenstärke der jungen bosnischen Spieler im entscheidenden Elfmeterschießen. Der erst 21-jährige Esmir Bajraktarevic verwandelte den finalen und entscheidenden Strafstoß. Seine Biografie ist außergewöhnlich: Geboren im US-Bundesstaat Wisconsin, spielte er vor seinem Wechsel zu PSV Eindhoven für die New England Revolution – und damit in dem Stadion in Foxboro bei Boston, das auch als WM-Spielort dient.

Trainer Barbarez, ein ehemaliger Bundesligaprofi, zeigte sich überwältigt vom Charakter seiner Mannschaft: „Ich habe ihnen gesagt, sie sollen rausgehen und Spaß haben. Ich habe es in ihren Augen gesehen, ich mag sie wirklich sehr, sie sind Jungs mit Charakter.“ Über seinen eigenen Gemütszustand sagte der Coach: „Ich bin noch nie so ruhig in ein Spiel gegangen. Ich habe noch nie so ruhig ein Spiel beendet.“ Diese Gelassenheit scheint sich auf das gesamte Team übertragen zu haben und war möglicherweise ein Schlüssel zum Erfolg.

Der Sieg gegen Italien ist nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern ein nationales Ereignis für Bosnien und Herzegowina. Während das Land die Rückkehr seiner Helden vorbereitet, bleibt die Frage nach der Fitness von Schlüsselspieler Edin Dzeko der größte Unsicherheitsfaktor im Vorfeld der WM 2026.

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