Brasilien hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft den ersten Sieg eingefahren. Die Seleção setzte sich gegen Haiti mit 3:0 (3:0) durch. Dabei traf der ehemalige Bundesliga-Stürmer Matheus Cunha doppelt. Allerdings sorgt sich das Team um Offensiv-Star Raphinha, der verletzt ausgewechselt werden musste. Auch zu Neymar gibt es Neuigkeiten: Er könnte im letzten Gruppenspiel gegen Schottland wieder dabei sein. Für Haiti hingegen ist das Turnier nach der Vorrunde beendet.
Raphinha mit Oberschenkelproblemen
Trainer Carlo Ancelotti wollte sich zunächst nicht zu den Beschwerden von Raphinha äußern. Der 29-Jährige vom FC Barcelona habe Schmerzen im rechten hinteren Oberschenkel verspürt, teilte der brasilianische Verband später mit. Raphinha werde behandelt und weiter untersucht. Der Offensivspieler war kurz vor der Pause in Philadelphia zunächst in die Hocke gegangen und dann vom Platz. Nach dem Abpfiff winkte er mit schmerzverzerrter Miene ins Publikum. Ein Ausfall wäre ein schwerer Schlag für Brasiliens Titelambitionen.
Ancelotti fordert Steigerung
„Es war ein gutes Spiel. Wir mussten uns verbessern, wir haben uns verbessert und wir werden uns weiter verbessern müssen“, resümierte Ancelotti. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Marokko lag viel Druck auf der Seleção. Die Erleichterung war den Brasilianern nach dem Sieg anzusehen. Matheus Cunha (23. und 36. Minute) und Vinícius Júnior (45.+3) erzielten die Tore. Nicht nur die Feldspieler, sondern auch die Reservisten feierten ausgelassen.
Cunha trifft doppelt
Cunha, früher bei RB Leipzig und Hertha BSC, jetzt bei Manchester United, traf erst mit Glück und dann wuchtig. Vinícius Júnior, der bereits gegen Marokko getroffen hatte, machte noch vor der Pause alles klar. Die Brasilianer zeigten sich engagiert, aber glanzlos. „Das Wichtigste heute war unser Engagement“, sagte Mittelfeldspieler Casemiro. „Wir waren von der ersten Minute an engagiert.“
Haiti verteidigt leidenschaftlich
In der zweiten Halbzeit kamen die Haitianer einmal gefährlich vor das brasilianische Tor: Ricardo Aké scheiterte per Kopf an Keeper Alisson. Für den Underdog, der erstmals seit 1974 wieder bei einer WM dabei ist, endet das Turnier nach dem Spiel gegen Marokko. Trainer Sébastien Migné kritisierte: „Wir waren weit von dem entfernt, was wir zeigen wollten. Wir haben uns zu naiv angestellt und zu viele Fehler gemacht.“
Ein Festtag für Haiti
Trotz der Niederlage war es für Haiti ein besonderer Tag. Das von Armut und Gewalt geprägte Land durfte gegen den Rekordweltmeister spielen. Die Fans feierten ihre Mannschaft. Gegen Marokko wollen die Haitianer das Turnier mit erhobenem Haupt beenden. Für Brasilien hingegen könnte es jetzt richtig losgehen.



