Bundesliga: Langweiliges Kellerduell - Augsburg schlägt Heidenheim, Leipzig patzt erneut
Bundesliga: Langweiliges Kellerduell - Augsburg schlägt Heidenheim

Bundesliga: Abstiegskampf mit Gähnfaktor - Augsburg siegt, Leipzig stolpert

Die Fußball-Bundesliga bot am 22. Spieltag der Saison 2025/26 vor allem eines: viel Langeweile. Während der FC Augsburg im direkten Abstiegsduell gegen den 1. FC Heidenheim ein müdes 1:0 (0:0) erreichte, verpasste RB Leipzig im Kampf um die Champions-League-Qualifikation erneut wichtige Punkte. Das 2:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg war der nächste Dämpfer für die Sachsen.

Augsburg gewinnt biederes Kellerduell

Mit einem cool verwandelten Foulelfmeter in der 80. Minute bescherte Alexis Claude-Maurice dem FC Augsburg drei äußerst wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Das Tor fiel nach einem Foul von Benedikt Gimber an Augsburgs Kapitän Keven Schlotterbeck. Für den 1. FC Heidenheim war es das neunte sieglose Spiel in Folge – die Abstiegssorgen werden immer drückender.

Die Bilanz ist alarmierend: Mit nur 13 Punkten nach 22 Spielen bleibt Heidenheim Tabellenletzter und hat sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist noch jeder Verein mit dieser Bilanz abgestiegen. Augsburg hingegen baute seinen Vorsprung auf Platz 16 auf sechs Punkte aus.

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Die Langeweile des Spiels kommentierte sogar Augsburgs eigener Kapitän schonungslos: "Es war sicherlich kein schönes Spiel. Ich glaube, ich wäre eingeschlafen vor dem Fernseher, hätte meinen Mittagsschlaf gemacht, hätten wir gestern gespielt", sagte Keven Schlotterbeck nach dem Abpfiff.

Leipzig verpasst Champions-League-Chance

Bei RB Leipzig herrschte nach dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg dagegen pure Frustration. Vor 35.787 Zuschauern gingen die Sachsen zwar durch Mohamed Amoura (52.) und Mattias Svanberg (78.) zweimal in Führung, mussten aber die Ausgleichstore von Yan Diomande (70.) und Brajan Gruda (89.) hinnehmen. Leipzig bleibt damit Fünfter, Wolfsburg behält Rang 15.

Das Problem ist bekannt: Schon gegen den FC St. Pauli (1:1) und Mainz (1:2) hatte Leipzig eingeplante Punkte verschenkt. Dabei hatte Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff nach dem Pokal-Aus in München erst am Mittwoch die Champions-League-Qualifikation als neues Saisonziel ausgerufen. Gerade gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel muss Leipzig dringend punkten, will es dieses Ziel erreichen.

Vor dem Anpfiff verabschiedete RB Leipzig zudem seinen langjährigen Stürmer Timo Werner, der in die US-Liga MLS nach San José wechselt. Der Ex-Nationalspieler nutzte die Gelegenheit für eine persönliche Nachricht: "Ich wollte eigentlich nichts sagen, da ich nicht der Mann der großen Worte bin. Aber aus gegebenem Anlass: Am Mittwoch wurde meine Tochter geboren, und ich glaube, sie könnte nicht stolzer sein."

Heidenheims Offensive bleibt harmlos

Besonders enttäuschend war die Leistung des 1. FC Heidenheim. Zwar war die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt in der zweiten Halbzeit das überlegene Team, doch vergebene Chancen von Jan Schöppner (65.) und Eren Dinkci (68.) zeigten erneut, warum Heidenheim die schwächste Offensive der Liga ist. Die Abstiegsgefahr wird mit jedem Spieltag konkreter.

Die Bundesliga zeigt an diesem Spieltag somit zwei Gesichter: Während im unteren Tabellendrittel biedere Spiele ums Überleben kämpfen, verpassen die Aspiranten für internationale Plätze wichtige Gelegenheiten. Für die Zuschauer bleibt oft nur die Hoffnung auf unterhaltsamere Begegnungen in den kommenden Spieltagen.

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