BVB-Gerüchte um Krösche: Abendessen mit Kovac war reiner Zufall
Die Gerüchteküche brodelte in den vergangenen Tagen kräftig, doch nun bringen die Beteiligten Klarheit in die Angelegenheit. Markus Krösche, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, und Niko Kovac, Trainer von Borussia Dortmund, haben sich zu dem viel diskutierten Abendessen geäußert, das für reichlich mediale Aufregung sorgte.
Ein zufälliges Treffen ohne Hintergedanken
Wie sich herausstellt, war das vermeintlich brisante Dinner keineswegs geplant, sondern entstand aus einer zufälligen Begegnung. Anlass war der 70. Geburtstag des ehemaligen Eintracht-Präsidenten Peter Fischer, zu dem auch Niko Kovac eingeladen war. Der BVB-Trainer reiste eigens nach Frankfurt, um an der Feier teilzunehmen.
„Es ist eine witzige Geschichte“, begann Krösche seine Erklärung im aktuellen Sportstudio des ZDF. „Unser Pressesprecher Jan Strasheim ist mit Niko befreundet. Ich habe gesagt, dass ich zum Essen dazukomme. Wir haben uns dann zusammengesetzt und über Fußball gesprochen“, so der Sportvorstand weiter. Mit einem Lachen fügte er hinzu: „Was daraus gemacht wurde, ist das heutige Leben.“
Kovac bestätigt die harmlose Natur des Treffens
Auch Niko Kovac zeigte sich amüsiert über die wilden Spekulationen. „Man kennt sich als Kollege, letztendlich arbeiten wir im Fußball-Business. Wenn ich mit einem Freund essen gehe – sprich mit Jan Strasheim – und dazu gesellt sich dann der Sportvorstand, ist das – denke ich mir – nichts Schlimmes“, erklärte der BVB-Trainer. Mit einem Hauch von Ironie fügte er hinzu: „Aber anscheinend darf ich das inzwischen auch nicht mehr.“
Krösches Zukunft bei Eintracht Frankfurt
Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Markus Krösche zum BVB hatten sich in letzter Zeit verstärkt, nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Entwicklung von Eintracht Frankfurt unter seiner Führung. Seit seinem Wechsel im Jahr 2021 konnte der Klub mit dem Gewinn der Europa League und zahlreichen lukrativen Transfers beeindruckende Erfolge vorweisen.
Doch Krösche selbst äußerte sich zurückhaltend zu seinen Zukunftsvorstellungen: „Am Ende ist es so, dass ich total gerne bei Eintracht Frankfurt arbeite. Ich bin jetzt fast fünf Jahre dort, was für einen Sportvorstand in der heutigen Zeit schon eine sehr lange Zeit ist. Wir haben sehr viele erfolgreiche Zeiten gehabt zusammen.“
Der Sportvorstand betonte seine gegenwärtige Fokussierung: „Ich bin kein Typ, der jetzt irgendwie die nächsten Schritte plant. Ich versuche, meinen Job so gut wie möglich zu machen und alles andere interessiert mich eigentlich gar nicht.“
Zeitlicher Zufall mit Kehls Abschied
Interessant ist der zeitliche Zusammenhang der Ereignisse. Kurz nachdem Krösche und Kovac ihre Erklärungen zum Abendessen abgegeben hatten, kam es bei Borussia Dortmund zu einer bedeutenden Personalentscheidung. Der Klub und Sportdirektor Sebastian Kehl beendeten ihre Zusammenarbeit, was für zusätzliche Schlagzeilen sorgte.
Als Topkandidat für die Nachfolge von Sebastian Kehl wird aktuell ein Mann aus der 2. Bundesliga gehandelt. Diese Entwicklung zeigt, wie schnell sich die Personalien im Profifußball ändern können und wie vorsichtig man mit voreiligen Spekulationen sein sollte.
Die Aufklärung über das Abendessen zwischen Krösche und Kovac macht deutlich, dass nicht jedes Zusammentreffen von Fußballfunktionären strategische Hintergründe haben muss. Manchmal ist es einfach nur ein zufälliges Treffen bei einer privaten Feier, das durch die mediale Brille zu einer vermeintlich brisanten Story aufgebauscht wird.



