BVB-Juwel Luca Reggiani: Tränen des Glücks nach Bundesliga-Debüt dank Kovacs Not
BVB-Juwel Reggiani: Tränen nach Debüt dank Personalmangel

Emotionale Premiere für BVB-Youngster Luca Reggiani

Nach dem wichtigen 2:1-Auswärtssieg von Borussia Dortmund bei den Wolfsburgern flossen bei einem jungen Spieler Tränen der Rührung. Der 18-jährige italienische Innenverteidiger Luca Reggiani feierte in der VW-Arena sein lang ersehntes Bundesliga-Debüt und wurde von den Emotionen überwältigt. Dieser Gänsehaut-Moment wurde maßgeblich durch die angespannte Personalsituation in der Dortmunder Defensive ermöglicht.

Ein Traum wird Wirklichkeit

Zu einem Ballkontakt reichte es für den Youngster während der Spielzeit zwar nicht, doch nach dem Abpfiff kullerten die Tränen. Seine U19-Kollegen Mathis Albert und Samuele Inacio waren die ersten Gratulanten und nahmen den emotional aufgewühlten Reggiani in den Arm. „A dream come true“, schrieb der Nachwuchsspieler später unter einen Instagram-Post, der ihn bei seiner Einwechslung für Maxi Beier zeigte.

Für das junge Trio, insbesondere für Reggiani, der vor etwa zwei Jahren von Sassuolo zum BVB wechselte, begann das emotionale Karrierehoch bereits am Vortag. Nach dem Abschlusstraining am Freitag erfuhren sie, dass sie erstmals dem Profikader angehören und im Bus nach Wolfsburg mitreisen würden.

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Kovacs Not als Chance für den Nachwuchs

BVB-Trainer Niko Kovac strahlte mit seinem Debütanten und erklärte: „Der Junge hat mit 18 Jahren sein erstes Bundesligaspiel gemacht, die Bundesliga hat auch schöne Geschichten.“ Die Einwechslung in der Schlussphase sollte zwar primär Zeit von der Uhr nehmen, doch die Berufung der drei Talente war keineswegs zufällig. Kovac betonte: „Sie sind Nationalspieler ihres Landes, haben Qualitäten und in der Youth League ordentlich performt. Wir haben im Moment Plätze freigehabt und deswegen haben wir sie mitgenommen.“

Die personelle Notlage in der Dortmunder Abwehr – verursacht durch den Abgang von Aaron Anselmino sowie die Verletzungen von Emre Can und Filippo Mané – ließ den Traum vom Profifußball für Reggiani Wirklichkeit werden. Die Verantwortlichen hatten bewusst auf einen Wintertransfer verzichtet, was den Nachwuchsspielern unerwartete Chancen eröffnete.

„Absoluter Gänsehaut-Moment“ nach dem Abpfiff

SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer schilderte die bewegende Szene nach Spielende: „Das war ein absoluter Gänsehaut-Moment.“ BVB-Reporter Oliver Müller ergänzte: „In diesem Moment fällt so viel Druck ab. Alles, wofür du die Jahre zuvor so viel investiert hast, hat sich bezahlt gemacht. Da kann man sich nur mitfreuen.“

Die Situation könnte sich bereits am kommenden Freitag beim Heimspiel gegen Mainz weiter zuspitzen, da mit Nico Schlotterbeck ein weiterer Innenverteidiger ausfällt. Kovac sieht mit Linksfuß Ramy Bensebaini und dem defensiven Allrounder Julian Ryerson als Alternativen allerdings „kein Problem“.

BVB will Durchlässigkeit erhöhen

Sportdirektor Sebastian Kehl erläuterte die strategische Ausrichtung des Vereins: „Wir wollen dem ein oder anderen die Chance geben, näher heranzurücken, um auch für den Sommer mehr Klarheit zu haben.“ Der BVB beabsichtige, „die Durchlässigkeit zu erhöhen“ und den Talenten Perspektiven zu bieten.

Für Luca Reggiani bedeutet dies möglicherweise schon in Kürze weitere Einsatzminuten. Sedlbauer gibt jedoch zu bedenken: „Er wird nicht sofort Leistungsträger. Sondern vielmehr geht es jetzt ums Aufsaugen, Genießen und darum, sich in jeder Einheit aufzudrängen, damit Kovac das Gefühl bekommt: Zur Not kann ich mich auf die Jungen verlassen.“

Die nächste Gelegenheit für einen weiteren Gänsehaut-Moment – und vielleicht sogar den ersten Ballkontakt im Profifußball – könnte bereits beim bevorstehenden Spiel gegen Mainz am Freitagabend kommen. Die emotionale Achterbahnfahrt des jungen Italieners ist damit noch lange nicht zu Ende.

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