Das BVB-Rätsel um Serhou Guirassy: Extreme Leistungsschwankungen sorgen für internes Kopfzerbrechen
Beim Bundesligisten Borussia Dortmund sorgt Stürmer Serhou Guirassy (29) für erhebliche Verwunderung. Obwohl der Angreifer als Königsknipser der Mannschaft gilt und bereits beeindruckende Tore erzielt hat, treibt ein zentraler Punkt die Verantwortlichen des Vereins um: Warum liegen bei Guirassy absolute Weltklasseleistungen und enttäuschende Auftritte so weit auseinander?
Leistungsexzesse und bittere Enttäuschungen
Das beste Beispiel für diese extremen Schwankungen liefert die jüngste Champions-League-Saison. Beim überzeugenden 2:0-Heimsieg gegen Atalanta Bergamo im Signal Iduna Park zeigte Guirassy einen Auftritt wie aus dem Lehrbuch. Er erzielte nicht nur selbst ein Tor, sondern bereitete auch einen weiteren Treffer vor. Auch in der Bundesliga hatte sich der Stürmer zuvor eindrucksvoll zurückgemeldet und nach einer zähen Durststrecke sechs Tore in sechs Spielen erzielt.
Trainer Niko Kovač (54) lobte seinen Torjäger nach diesen Leistungen überschwänglich: „Die Reaktion ist sensationell gut. Die Mannschaft hilft ihm dabei und er hilft der Mannschaft damit. Wir brauchen seine Tore.“
Das bittere Aus in der Champions League
Doch nur kurze Zeit später folgte die nächste Enttäuschung. Beim 1:4-Auswärtsspiel in Bergamo, das zum bitteren Champions-League-Aus führte, vergab Guirassy eine Großchance auf kuriose Weise, schoss sich selbst an und wirkte das gesamte Spiel über komplett von der Rolle. Genau diese extremen Leistungsunterschiede werden intern beim BVB kritisch diskutiert.
Die zentrale Frage lautet: Warum schafft es Guirassy nicht, sein Top-Niveau konstant abzurufen? Diese Unbeständigkeit bereitet den Verantwortlichen des Vereins erhebliche Sorgen und wird intensiv analysiert.
Fehlende emotionale Bindung zum Verein
Ein weiterer kritischer Punkt wiegt mindestens genauso schwer. Anders als frühere Sturm-Stars wie Erling Haaland (25/heute Manchester City) hat Guirassy bislang keine echte emotionale Verbindung zum Verein aufgebaut – weder nach innen zu Mannschaft und Verein noch nach außen zu den Fans. Diese fehlende Identifikation wird als problematisch angesehen.
Obwohl sein Vertrag beim BVB bis 2028 läuft, steht bereits fest: Im Sommer darf der Stürmer den Verein verlassen, wenn ein passendes Angebot auf dem Tisch liegt. Guirassy selbst liebäugelt mit einem letzten großen Vertrag in seiner Karriere und wurde zuletzt immer wieder mit einem Wechsel nach Saudi-Arabien in Verbindung gebracht.
Die Zukunft des BVB-Stürmers
Doch mit solchen Leistungsschwankungen wird ein Wechsel zu einem Top-Klub kein Selbstläufer. Die Verantwortlichen beim BVB betonen, dass Guirassy wieder anfangen muss, konstant zu liefern und seine Qualitäten regelmäßig abzurufen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Stürmer seine Form stabilisieren kann oder ob die extremen Leistungsunterschiede sein weiteres Karriereweg bestimmen werden.
Intern beim BVB wird weiterhin intensiv über das Phänomen Guirassy diskutiert. Die Hoffnung bleibt, dass der talentierte Angreifer seine Weltklasseleistungen konsolidieren und zu einer verlässlichen Stütze der Mannschaft werden kann.



