Mit einer 1:7-Niederlage in das WM-Turnier zu starten, ist für jede Mannschaft eine bittere Erfahrung. Für die Spieler und den Trainer von Curaçao überwiegt jedoch nach dem Spiel gegen Deutschland der Stolz, endlich auf dieser großen Bühne angekommen zu sein.
Emotionen nach dem Debüt
Die 90 Minuten plus Nachspielzeit gegen Deutschland waren für die Profis der kleinen Karibikinsel Curaçao eine emotionale Achterbahnfahrt. Auch nach dem 1:7 schwang bei den Spielern und ihrem niederländischen Trainer Dick Advocaat der große Stolz mit, erstmals überhaupt an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Dennoch bleibt das Gefühl, dass sieben Gegentore nicht unbedingt hätten sein müssen.
„Wir waren nicht der richtige Gegner für Deutschland“, sagte Trainer-Urgestein Advocaat, der jedoch betonte: „Wenn man die Freude nach so einem Spiel sieht, können wir immer noch stolz auf die Leistung sein. Vielleicht gelingt im zweiten oder dritten Spiel noch eine Überraschung. Wir werden immer glücklich sein, am größten Turnier teilzunehmen. Wir haben keine Angst vor den Ergebnissen.“
Historisches Tor und lautstarke Fans
Die Fans des Außenseiters waren mit ihren Gesängen im Stadion von Houston während der gesamten Partie laut zu hören gewesen. Das völlig unerwartete, zwischenzeitliche 1:1 durch Livano Comenencia in der 21. Minute wurde frenetisch bejubelt. „Es war das erste Tor für unser Land – das war großartig. Das konnte man auch sehen, wie alle Spieler das Tor gefeiert haben“, sagte Abwehrspieler Riechedly Bazoer.
Auch nach dem Spiel waren etliche Fans der Karibikinsel zu beobachten, die das Stadion mit einem Lächeln verließen. Bundestrainer Julian Nagelsmann verteilte ein „großes Kompliment“ an Advocaat und dessen Mannschaft.
Ausblick auf die nächsten Spiele
Am kommenden Samstag spielt Curaçao in Kansas City gegen Ecuador, im letzten Gruppenspiel in der Nacht zum 25. Juni wartet die Elfenbeinküste. „Das nächste Spiel wird anders sein“, kündigte Advocaat an.



