Die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste hat sich nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Ecuador in Philadelphia auf das Deutschland-Spiel eingestimmt. Zweieinhalb Stunden nach dem Spiel zogen die Ivorer durch die Katakomben und die Mixed-Zone des WM-Stadions. Heftige Gewitter verzögerten zwar die Abfahrt, doch die Stimmung war dank lauter afrikanischer Klänge aus einer Musikbox bestens. Interviews gaben die Spieler auf dem Weg zum Bus nicht – mit einer Ausnahme: Co-Trainer und Elfenbein-Ikone Guy Demel (45) sprach exklusiv mit BILD.
Demel über das Spiel gegen Deutschland
Der ehemalige HSV- und BVB-Profi äußerte sich zuversichtlich: „Deutschland hat vor unserem Spiel gegen Ecuador eine gute Leistung gegen Curaçao gezeigt und hat eine der besten Mannschaften des Turniers. Darum ist es gut, dass wir das erste Spiel gewonnen haben.“ Gleichzeitig kündigte Demel eine taktische Überraschung an: „Wir werden mit einer anderen Strategie gegen Deutschland spielen.“ Auf die Frage nach den Details wollte er jedoch keine Antwort geben.
„Wir können Deutschland wehtun“
Demel ließ keinen Zweifel an den Ambitionen der Elfenbeinküste: „Wir können Deutschland wehtun!“ Er verwies nicht nur auf den gelungenen Turnierstart, sondern auch auf den Testspielsieg gegen Topfavorit Frankreich (2:1) am 4. Juni. „Wir haben gezeigt, dass man in Afrika auch Fußball spielen kann“, sagte Demel stolz. Er kritisierte zudem deutsche TV-Experten: „Ich habe aus Deutschland gehört, wir könnten das nicht so gut. Die haben offenbar nicht so viele Informationen vom afrikanischen Fußball.“
Ziele bei der WM
Auf die Frage nach den Zielen bei der WM antwortete Demel: „Unser erstes Ziel ist, die Gruppenphase zu überstehen. Wir haben einen großen Schritt gemacht.“ Der Sieg gegen Ecuador und der Erfolg gegen Frankreich geben der Mannschaft Rückenwind für das bevorstehende Duell mit der DFB-Auswahl am Samstag.



