Demirovics bittere Nacht: Zwei Tore aberkannt beim VfB-Remis in Heidenheim
Stuttgarts Torjäger Ermedin Demirovic durchlebte beim 3:3 (2:2) des VfB Stuttgart beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim eine emotional aufwühlende Partie. Dem 27-jährigen Angreifer wurden gleich zwei vermeintliche Treffer nach Videobeweis aberkannt – eine bittere Erfahrung für den Stürmer, der bereits drei Tage zuvor in der Europa League bei Celtic Glasgow einen ähnlichen Frust erlebt hatte.
„Es tut brutal weh“: Demirovics Frust nach aberkannten Toren
„Das ist unglaublich, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll“, äußerte sich Demirovic sichtlich enttäuscht gegenüber DAZN. „Es tut brutal weh als Stürmer, wenn du drei Tore machst und alle drei nicht zählen. Da kannst du gefühlt gar nicht mehr jubeln.“ Der Angreifer hatte zunächst zum zwischenzeitlichen 2:1 und später zum 3:2 getroffen, doch beide Male entschied der Schiedsrichter nach Videobeweis gegen die Treffer.
Demirovic fügte resigniert hinzu: „Das tut wirklich weh. Aber ja, weitermachen. Was sollst du machen? Irgendwann zählt das schon wieder.“ Für den VfB-Torjäger war es bereits das dritte aberkannte Tor innerhalb weniger Tage, nachdem ihm auch beim 4:1-Erfolg in Glasgow ein Treffer nicht anerkannt worden war.
VfB Stuttgart verpasst wichtige Punkte im Champions-League-Kampf
Nicht nur bei Demirovic hielt sich die Freude über das Remis beim Tabellenletzten in Grenzen. Für die ambitionierten Schwaben bedeutet der 3:3-Unentschieden einen spürbaren Rückschlag im engen Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze. Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich nach der Partie entsprechend enttäuscht.
„Ein Spiel, das ich so noch nicht oft erlebt habe“, sagte Hoeneß. „Ehrlich gesagt brauchen wir Zeit, das einzuordnen, weil sehr viele Dinge passiert sind. Natürlich wollten wir hier gewinnen, deshalb sind wir über das Ergebnis enttäuscht.“ Dennoch wollte der Trainer seinem Team keinen Vorwurf machen, das nur drei Tage nach dem beeindruckenden Auftritt in Glasgow angetreten war.
Hoeneß betonte die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben in Heidenheim trotz der englischen Woche 125 Kilometer abgerissen und fast 60 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass wir das Ding voll angenommen haben.“
Späte Rettung durch Undav – Heidenheim schöpft leise Hoffnung
Zum Sieg reichte die Leistung dennoch nicht. Deniz Undav rettete dem VfB erst in der 88. Minute mit seinem Treffer zum 3:3 das Remis. Damit beträgt der Vorsprung auf Rang vier vor RB Leipzig weiterhin zwei Punkte – eine schmale Führung im erbitterten Kampf um die internationalen Plätze.
Für den 1. FC Heidenheim bedeutet der Punktgewinn zwar eine kleine Ermutigung, doch die Lage bleibt prekär. Die Mannschaft von Frank Schmidt wartet nun bereits seit zehn Spielen auf einen Sieg und hat weiterhin sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.
„In unserer Situation ist der Punkt fast zu wenig“, räumte Schmidt ein. „Bei so einer Leistung und bei so einem Spiel wünscht man sich natürlich drei Punkte. Aber wir müssen schauen, dass wir es dann nächste Woche schaffen.“
Der Trainer-Urgestein sah dennoch positive Signale: „Wir haben gesehen, dass man auch gegen einen starken Gegner mit unseren Mitteln so ein Spiel spielen kann. Unsere Mannschaft hat Selbstbewusstsein gezeigt und sich nicht versteckt. Das ist das Allerwichtigste.“
Für beide Teams bedeutet das wilde 3:3 somit eine gemischte Bilanz: Während der VfB Stuttgart im Kampf um die Champions League wichtige Punkte liegen ließ, konnte der 1. FC Heidenheim zumindest einen Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf gewinnen – wenn auch bei weitem nicht genug, um die bedrohliche Tabellensituation grundlegend zu verändern.



