DFB-Kader offiziell: Nagelsmann setzt auf Rückkehrer und Debütanten
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hat am Donnerstag in Frankfurt am Main seinen ersten Kader des Jahres 2026 für die deutsche Nationalmannschaft präsentiert. Mit diesem Aufgebot startet Deutschland in das entscheidende WM-Jahr. Nagelsmann berief insgesamt 26 Spieler für die anstehenden Länderspiele, wobei er auf eine Mischung aus erfahrenen Rückkehrern und frischen Debütanten setzt.
Zwei Neulinge und sechs Rückkehrer im Fokus
Die größten Überraschungen des Kaders sind die beiden Debütanten Lennart Karl und Jonas Urbig, beide vom FC Bayern München. Wie bereits vorab exklusiv berichtet, erhalten sie ihre erste Berufung in die Nationalmannschaft. Gleichzeitig kehren sechs Spieler ins DFB-Team zurück: Pascal Groß von Brighton & Hove Albion, Kai Havertz vom FC Arsenal, Anton Stach von Leeds United, Antonio Rüdiger von Real Madrid sowie Deniz Undav und Josha Vagnoman, beide vom VfB Stuttgart.
Anton Stach, der im Sommer für 20 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim zu Leeds United wechselte, bringt nach 27 Länderspielen und zwei Toren wertvolle Erfahrung mit. Seine Rückkehr unterstreicht Nagelsmanns Vertrauen in den Mittelfeldspieler.
Adeyemi und Burkardt fallen durch
Im Vergleich zum letzten Kader im November fehlen mehrere Spieler. Ridle Baku vom VfL Wolfsburg, Noah Atubolu vom SC Freiburg, Finn Dahmen vom FC Augsburg (der auf Abruf bereitsteht), Jonathan Burkardt von Eintracht Frankfurt und Karim Adeyemi von Borussia Dortmund wurden nicht berücksichtigt.
Besonders auffällig ist das Fehlen von Karim Adeyemi. Der BVB-Profi war zuletzt neben dem Platz in negative Schlagzeilen geraten. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg im November wurde bekannt, dass Adeyemi einen Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes erhalten hatte. Wegen eines Schlagrings und eines Elektro-Tasers musste der Nationalspieler 60 Tagessätze à 7.500 Euro zahlen, was einer Gesamtsumme von 450.000 Euro entspricht.
Laut Berichten soll Adeyemi die DFB-Verantwortlichen nicht über diesen Vorgang informiert haben. Daraufhin setzten sich DFB-Direktor Rudi Völler (65) und Bundestrainer Julian Nagelsmann mit dem Offensivspieler zusammen. In dem Gespräch wurden zwar keine unmittelbaren Konsequenzen beschlossen, doch Adeyemis aktuelle sportliche Situation spricht ebenfalls gegen eine Nominierung.
Sportliche Gründe und Formkrise
Unter BVB-Trainer Niko Kovac (54) ist Adeyemi seit Wochen kein Stammspieler mehr und findet sich meist nur auf der Bank wieder. Auch Niclas Füllkrug (33), der bei seinem Verein in Mailand aktuell nach seiner Form sucht, fehlt im Nagelsmann-Kader. Der ehemalige Fan-Liebling konnte in der jüngsten Vergangenheit nicht überzeugen.
Die Nationalmannschaft trifft sich am kommenden Montag beim DFB-Partner adidas in Herzogenaurach zur Vorbereitung. Deutschland bestreitet am 27. März in Basel ein Länderspiel gegen die Schweiz (ab 20.45 Uhr live bei RTL) und am 30. März in Stuttgart gegen den WM-Teilnehmer Ghana (ab 20.45 Uhr live in der ARD).
Der heute vorgestellte Kader gilt als wichtiger Fingerzeig für die endgültige WM-Auswahl im Sommer. Nagelsmann zeigt mit seiner Nominierung klare Präferenzen und setzt auf Spieler, die aktuell in Form sind und sowohl sportlich als auch charakterlich überzeugen.



