Gewinner und Verlierer des DFB-März-Lehrgangs vor der WM-Nominierung
DFB-Lehrgang: Gewinner und Verlierer vor WM-Nominierung

Analyse des letzten DFB-Lehrgangs vor der Weltmeisterschaft

Im abschließenden Lehrgang vor der Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft zeigte die deutsche Nationalmannschaft zwar zwei Siege, doch nicht alle Spieler konnten gleichermaßen überzeugen. SPORT1 beleuchtet die Gewinner und Verlierer des März-Lehrgangs – unter ihnen finden sich prominente Namen und überraschende Entwicklungen.

Nach zwei Testspielen und zwei Erfolgen blickt das DFB-Team mit einem grundsätzlich positiven Gefühl Richtung Weltmeisterschaft, wie Joshua Kimmich betonte. Dennoch bleiben einige Baustellen bestehen, die Bundestrainer Julian Nagelsmann bei seiner Kaderbekanntgabe am 12. Mai berücksichtigen muss.

Die klaren Gewinner des Lehrgangs

Nathaniel Brown überzeugte trotz anfänglicher körperlicher Beschwerden vollständig. Der 22-jährige Außenverteidiger zeigte in seinem Startelfdebüt gegen Ghana technische Versiertheit, Wendigkeit und eine beeindruckende Passquote von 97 Prozent. Nagelsmanns Lob und die Anerkennung der Teamkollegen unterstreichen: Brown gilt nicht nur als Alternative, sondern als Zukunft der Außenverteidigerposition.

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Lennart Karl begeisterte mit mutigem, kreativem Spiel und hervorragendem Zusammenspiel mit Florian Wirtz. Der Youngster spielte befreit auf und genießt im Team höchste Wertschätzung. Seine Dribbelstärke und Spielwitz machen ihn zu einem unverzichtbaren Kandidaten für den WM-Kader.

Pascal Groß widerlegte alle Zweifel an seiner Nominierung. Der 34-jährige Routinier agierte als zentraler Taktgeber im Mittelfeld, zeigte spielintelligentes Verhalten und fungierte als verlängerter Arm des Trainers. Als Backup für verletzte Spieler stellt er eine echte Kaderbereicherung dar und hat sein WM-Ticket praktisch sicher.

Florian Wirtz präsentierte sich in Topform mit zwei Toren und drei Assists. Der Offensivspieler agierte wie entfesselt und unterstrich seine Rolle als entscheidender Unterschiedsspieler. Auch in Interviews zeigte er deutliche Fortschritte.

Kai Havertz überwand seine Knieverletzung und bewies seine Vielseitigkeit in verschiedenen Offensivpositionen. Trotz noch vorhandener Luft nach oben zeigte er, warum er zu Nagelsmanns Lieblingsspielern zählt – besonders als Elfmeterschütze.

Die Verlierer mit ungewisser WM-Perspektive

Antonio Rüdiger gehört zu den prominenten Härtefällen. In der Innenverteidigung setzt Nagelsmann auf das Stammduo Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, was Rüdiger trotz gutem Standing nur die Rolle des Ergänzungsspielers lässt.

Angelo Stiller nutzte seine Chance durch Verletzungen anderer Spieler nicht optimal. Obwohl er in beiden Spielen startete, unterliefen ihm kleinere Fehler, und er konnte sein Stuttgart-Niveau nicht ins Nationalteam transferieren.

Deniz Undav, der formstärkste deutsche Stürmer, kam nur eine Halbzeit zum Einsatz und erzielte zwar den Siegtreffer, blieb ansonsten aber blass. Als einziger klassischer Stürmer im Kader könnte er zwar mitfahren, für Spielzeit von Beginn an sieht es jedoch schlecht aus.

Kevin Schade blieb in beiden Spielen ohne Einsatzminuten, was darauf hindeutet, dass er auch im Training nicht überzeugen konnte. Im Wettbewerb mit anderen Konterspielern steht er aktuell hinten an.

Anton Stach und Josha Vagnoman erhielten lediglich Kurzeinsätze und konnten nicht nachhaltig beeindrucken. Bei Rückkehr verletzter Spieler dürfte ihre WM-Chance vertan sein, auch wenn ihre Nominierung als Belohnung für Vereinsleistungen zu werten ist.

Die Entscheidungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann werden am 12. Mai endgültig fallen. Bis dahin bleibt für einige Spieler noch Hoffnung, für andere die bittere Erkenntnis, dass der Traum von der Weltmeisterschaft in weite Ferne rückt.

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