DFB-Pokal-Halbfinale: Leverkusens Titelhoffnungen zerstört - Flekken als einziger Lichtblick
Die Pokalträume von Bayer 04 Leverkusen sind in dieser Saison endgültig geplatzt. Im DFB-Pokal-Halbfinale unterlag die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand dem FC Bayern München mit 0:2 und zeigte dabei eine enttäuschende Leistung. Die Werkself präsentierte sich über weite Strecken des Spiels ideenlos und entwickelte kaum gefährliche Torchancen.
Flekken verhindert Debakel - Bayern dominieren klar
Einzig Torhüter Mark Flekken konnte bei der Niederlage überzeugen und bewahrte seine Mannschaft vor einer noch höheren Niederlage. Während Bayern-Keeper Manuel Neuer in 90 Minuten nur einmal ernsthaft geprüft wurde, musste Flekken mehrere schwere Chancen der Münchner vereiteln. Bereits in der 21. Minute konnte er zunächst gegen Harry Kane parieren, bevor der Engländer doch noch zum 1:0 traf.
Die Leverkusener Defensive zeigte sich dagegen überfordert mit der Wucht der Bayern-Angriffe. Edmond Tapsoba und Jarell Quansah hatten große Probleme, die Offensive um Kane, Jamal Musiala und Luis Diaz unter Kontrolle zu bringen. Tapsoba war allein in der ersten Halbzeit für sechs Ballverluste verantwortlich und sah zudem Gelb.
Einzelkritik: Flekken glänzt, Angriff bleibt blass
Mark Flekken lieferte eine blitzsaubere Leistung ab und erhielt mit der SPORT1-Note 1,5 die beste Bewertung des Abends. Nach dem 0:1-Rückstand verhinderte er mit teils herausragenden Paraden gegen Josip Stanišić, Kane und zweimal gegen Diaz lange Zeit den zweiten Treffer. Erst in der Schlussphase musste er beim 0:2 kapitulieren.
Im Mittelfeld konnte sich lediglich Robert Andrich mit einer soliden Leistung (Note 3) behaupten, während Exequiel Palacios zwar kämpferisch gut, aber spielerisch unzureichend agierte (Note 3,5). Alejandro Grimaldo hatte auf der linken Seite alle Hände voll zu tun, Michael Olise in Schach zu halten, und konnte seine offensiven Stärken kaum einbringen.
Offensive nahezu wirkungslos
Besonders enttäuschend war die Leverkusener Offensive. Patrik Schick war gegen seine ehemaligen Teamkollegen Jonathan Tah und Dayot Upamecano nahezu unsichtbar und erhielt die Note 5. Nathan Tella sollte Tempo bringen, prallte aber meist an der Bayern-Defensive ab. Ibrahim Maza kam nur selten zu Ballaktionen und konnte sein kreatives Potenzial nicht entfalten.
Die Einwechslungen von Ernest Poku, Montrell Culbreath und Malik Tillman in der Schlussphase brachten keine Wende mehr. Lucas Vazquez musste bereits vor der Pause verletzt ausgewechselt werden - ein Sinnbild für seine von Verletzungen geprägte Saison.
Damit endet Leverkusens Pokalweg im Halbfinale, während der FC Bayern ins Finale einzog. Die Analyse zeigt deutlich: Ohne die starke Leistung von Mark Flekken wäre die Niederlage noch deutlicher ausgefallen.



