Deutsche Nationalmannschaft im WM-Test: Wirtz glänzt, Schlotterbeck enttäuscht in Basel
DFB-Team im WM-Test: Wirtz glänzt, Schlotterbeck patzt

Deutsche Nationalmannschaft im turbulenten WM-Test gegen die Schweiz

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem letzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft ein aufregendes 4:3 gegen die Schweiz in Basel gespielt. Während einige Spieler überzeugende Leistungen zeigten, hinterließen andere enttäuschende Eindrücke in diesem wichtigen Vorbereitungsspiel.

Die positiven Leistungen des Abends

Florian Wirtz war der unbestrittene Star des Abends. Der junge Mittelfeldspieler bereitete zunächst zwei Tore vor und erzielte anschließend selbst zwei Treffer zum 3:2 und 4:3. Seine technische Brillanz und Spielintelligenz bestimmten maßgeblich den Spielverlauf.

Jonathan Tah erzielte mit einem Kopfball sein erstes Länderspieltor in seinem 44. Einsatz und glich damit zum 1:1 aus. Der Bayern-Verteidiger zeigte eine solide Defensivleistung, auch wenn ihm beim Schweizer Kopfballtor ein kleiner Fehler unterlief.

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Serge Gnabry traf nach einem Traumpass von Wirtz zum 2:2 und zeigte sich auch in der Defensivarbeit sehr engagiert. Seine 26. Länderspieltor unterstreicht seine Bedeutung für das Team.

Die enttäuschenden Auftritte

Nico Schlotterbeck lieferte ein schwaches Länderspiel ab. Der Dortmunder Verteidiger leitete mit schlampigen Fehlpässen im Spielaufbau die ersten beiden Schweizer Tore ein und wirkte insgesamt unsicher.

Leroy Sané blieb auf dem rechten Flügel völlig wirkungslos. Der Galatasaray-Profi, der bei Trainer Julian Nagelsmann erste Wahl war, konnte diese Position nicht rechtfertigen und wurde nach 63 Minuten ausgewechselt.

Angelo Stiller verpasste als nachnominierter Pavlovic-Ersatz die Chance, sich zu empfehlen. Der Stuttgarter Mittelfeldspieler agierte zu passiv, besonders beim 0:1, und konnte nicht an seine Vereinsleistungen anknüpfen.

Die gemischten Eindrücke

Manuel Neuer sah bei beiden Gegentoren nicht gut aus und hatte Glück beim Lattenschuss von Rieder in der 43. Minute. Für die deutsche Nummer eins war dies kein überzeugendes WM-Statement.

Joshua Kimmich kurbelte offensiv weniger an als gewohnt, blieb aber mit seinem Einsatz ein Vorbild für die Mannschaft. Der Kapitän spielte auch nach einer Behandlung in der 67. Minute weiter.

David Raum ließ zunächst defensiv einige Lücken zu, steigerte sich aber im Spielverlauf und zeigte eine starke Klärung gegen Manzambi in der 52. Minute. Seine Offensivvorstöße fehlte jedoch die gewohnte Durchschlagskraft.

Leon Goretzka agierte als offensiver Sechser weit vorne, blieb bei drei Abschlüssen jedoch glücklos. Sein guter Tiefenpass auf Kai Havertz in der 36. Minute zeigte seine Qualitäten.

Kai Havertz zeigte nach 16 Monaten Länderspielpause einige gute Offensivaktionen, blieb aber bei drei Abschüssen erfolglos. Sein Comeback verlief mit gemischten Eindrücken.

Die Einwechselspieler

Nick Woltemade, bester deutscher Torschütze in der WM-Qualifikation, löste Havertz nach einer Stunde ab und hatte gleich eine Kopfballchance in der 71. Minute.

Franz Karl feierte mit 18 Jahren sein Länderspieldebüt für Sané und zeigte mit seinem Linksfuß einige vielversprechende Ansätze, darunter eine gute Hereingabe für Goretzka.

Pascal Groß sicherte nach seiner Einwechslung in der 80. Minute das 4:3 mit ab und stabilisierte das Mittelfeld.

Anton Stach erhielt vom Trainer zehn Minuten Spielzeit für sein DFB-Comeback und zeigte seine körperliche Robustheit in der Schlussphase.

Insgesamt hinterließ das Testspiel gegen die Schweiz viele Fragen für die anstehende Weltmeisterschaft. Während die Offensive mit Wirtz an der Spitze Hoffnung macht, müssen die defensiven Schwächen dringend behoben werden.

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