Dortmund als Spiel der Wahrheit: Zeigt Polanski jetzt endlich Polanski-Fußball?
Dortmund als Spiel der Wahrheit: Polanski muss liefern

Bei aktuell sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch drei ausstehenden Bundesliga-Spielen ist der Klassenerhalt für Borussia Mönchengladbach trotz einer weiteren enttäuschenden Saison so gut wie gesichert. Vor dem 32. Spieltag sind sogar noch sieben Teams schlechter platziert als der VfL. Doch die Frage, die sich Fans und Verantwortliche stellen: Kann sich die Mannschaft am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) im Borussen-Duell gegen Borussia Dortmund endlich von den defensiven Fesseln befreien, die Trainer Eugen Polanski (40) seinem Team seit Monaten auferlegt hat? Sehen die Fans und vor allem die Bosse – Manager Rouven Schröder (50), Präsident Rainer Bonhof (74), Finanzchef Stefan Stegemann (62) und Aufsichtsratsvorsitzender Michael Hollmann (64) – endlich die Art von Fußball, die Lust auf eine weitere Zusammenarbeit mit Polanski macht, so wie es Fohlen-Legende Horst Köppel (77) in der BILD gefordert hat?

Mainz-Pleite hätte Polanskis Ende bedeutet

Genau das ist jetzt Polanskis Aufgabe. Denn die BILD erfuhr, dass sein Job vor zwei Wochen auf der Kippe stand: Bei einer Niederlage gegen Mainz wäre er entlassen worden! Auftritte mit einer Fünferkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern in einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Heidenheim (2:2 mit viel Glück) oder das ängstlich erkämpfte 1:1 gegen Mainz wollen die VfL-Verantwortlichen nie wieder sehen – das hat spätestens die Mitgliederversammlung klargemacht. Bonhof gab unter Tränen zu, dass Gladbach „ein weiteres Scheiß-Jahr“ erlebe. Stegemann polterte, dass die erwartete Leistungssteigerung nicht sichtbar sei. Hollmann sprach es am deutlichsten aus: „Wir haben die Schnauze ziemlich voll. Vom Tabellenplatz, aber auch von der Art und Weise, wie wir uns da hineinmanövriert haben.“

Polanski: „Ich nehme die Dinge an“

Er erwähnte explizit den ängstlichen Auftritt gegen Mainz als absoluten Tiefpunkt. Die BILD fragte Polanski, ob er die Forderung von Hollmann nach einem „klaren Schnitt“ nach dieser Saison auf sich selbst bezogen habe. Der Trainer antwortete: „Ich konnte mir aus vielen Momenten dieser Versammlung etwas rausziehen, ich nehme die Dinge an. Wir werden nach der Saison analysieren, was gut und was schlecht war.“ Schlecht war auf jeden Fall der fehlende Mut, der Gladbach fast die Bundesliga gekostet hätte. Um diesen Eindruck etwas abzumildern und Werbung für sich und seinen wahren Fußball zu machen, hat Polanski jetzt noch drei Spiele Zeit – das Duell gegen Dortmund ist das erste davon.

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Die Erwartungen sind klar: Die Fans und die Vereinsführung wollen einen mutigen, offensiven Auftritt sehen, der zeigt, dass Polanski in der Lage ist, attraktiven Fußball spielen zu lassen. Sollte er erneut auf eine defensive Taktik setzen, könnte dies das Ende seiner Amtszeit bedeuten. Das Spiel gegen Dortmund wird somit zum Schicksalsspiel für den Trainer.

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