Dortmund als Spiel der Wahrheit: Polanski muss liefern
Dortmund als Spiel der Wahrheit: Polanski muss liefern

Bei aktuell sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch drei ausstehenden Bundesliga-Spielen ist der Klassenerhalt für den VfL so gut wie gesichert. Vor dem 32. Spieltag sind noch sieben Teams schlechter platziert als die Gladbacher.

Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Borussen-Duell gegen Dortmund könnte Trainer Eugen Polanski endlich die Defensiv-Fesseln lösen, die er seinem Team seit Monaten anlegt. Die Fans und vor allem die Bosse Manager Rouven Schröder, Präsident Rainer Bonhof, Finanzchef Stefan Stegemann und Aufsichtsrats-Vorsitzender Michael Hollmann erwarten eine Art von Fußball, die Lust auf eine weitere Zukunft mit Polanski macht – so wie Fohlen-Legende Horst Köppel es gefordert hat.

BILD erfuhr, dass Polanskis Job vor zwei Wochen auf der Kippe stand: Bei einer Niederlage gegen Mainz wäre er gefeuert worden. Auftritte mit Fünferkette und zwei Abräumen in einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Heidenheim (2:2) oder das ängstlich ermauerte 1:1 gegen Mainz wollen die Verantwortlichen nie mehr sehen. Auf der Mitglieder-Versammlung gab Bonhof unter Tränen zu, dass Gladbach „ein weiteres Scheiß-Jahr“ erlebe. Stegemann polterte, die erwartete Leistungssteigerung sei nicht sichtbar. Hollmann sprach es am deutlichsten aus: „Wir haben die Schnauze ziemlich voll. Vom Tabellenplatz, aber auch von der Art und Weise, wie wir uns da hinein manövriert haben.“

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Hollmann erwähnte explizit den Angsthasen-Auftritt gegen Mainz als absoluten Tiefpunkt. Auf die Frage, ob er die Forderung nach einem „klaren Schnitt“ auf sich selbst bezogen habe, antwortete Polanski: „Ich konnte mir aus vielen Momenten dieser Versammlung etwas rausziehen, ich nehme die Dinge an. Wir werden nach der Saison analysieren, was gut und was schlecht war.“

Schlecht war auf jeden Fall der fehlende Mut, der Gladbach fast die Bundesliga gekostet hätte. Um diesen Eindruck abzumildern und Werbung für seinen Fußball zu machen, hat Polanski jetzt noch drei Spiele Zeit – Dortmund ist das erste davon.

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