Dreispielsperre für Nürnbergs Rafael Lubach nach rohem Foul in Paderborn
Das DFB-Sportgericht hat eine deutliche Entscheidung getroffen und Rafael Lubach vom 1.FC Nürnberg für drei Spiele gesperrt. Der 21-jährige Mittelfeldspieler erhielt in der Partie bei SC Paderborn eine Rote Karte wegen rohen Spiels, was nun zu dieser harten Strafe führte.
Der Vorfall in Ostwestfalen
In der Begegnung in Paderborn, die Nürnberg mit 1:2 verlor, vertändelte Lubach kurz nach der Pause in der eigenen Hälfte einen Ball. In einem verzweifelten Versuch, seinen Fehler auszubügeln, ging er mit einer heftigen Grätsche gegen Laurin Curda von Paderborn vor. Der Gegenspieler wurde dabei am Knöchel getroffen, was den Schiedsrichter sofort zur Roten Karte veranlasste.
Cheftrainer Miroslav Klose zeigte sich nach dem Spiel zunächst skeptisch und zweifelte den Platzverweis an. Später räumte er jedoch ein, dass die Rote Karte als berechtigt einzustufen sei. Diese Einschätzung trug maßgeblich dazu bei, dass der Verein nach Prüfung des Urteils von einem Einspruch abriet und die Sperre akzeptierte.
Bereits zweiter Platzverweis in dieser Saison
Für Rafael Lubach ist dies bereits der zweite Platzverweis in der aktuellen Spielzeit. Zuvor sammelte der deutsche U20-Nationalspieler vier Gelbe Karten und eine Gelb-Rote Karte beim 0:3 in Magdeburg. Diese Vorgeschichte dürfte bei der Entscheidung des DFB-Sportgerichts eine Rolle gespielt haben.
Klose äußerte in Paderborn wenig Verständnis für das Einsteigen seines Youngsters: „Dieses Foul war unnötig. Er ist quasi schon vorbei. Wenn er noch einen Schritt macht, dann muss der Gegenspieler ihn foulen, er kann ihn kreuzen, und dann haben wir Freistoß.“ Diese Kritik unterstreicht die Enttäuschung über die unnötige Aktion, die dem Team nun in den kommenden Spielen fehlen wird.
Konsequenzen für den 1.FC Nürnberg
Die Verantwortlichen des 1.FC Nürnberg mussten diese Entscheidung kräftig schlucken, da Lubach eine wichtige Rolle im Mittelfeld einnimmt. Die Dreispielsperre bedeutet eine spürbare Schwächung für die Mannschaft, die in der laufenden Saison bereits mit Formschwankungen zu kämpfen hat.
Die Akzeptanz der Sperre durch den Verein zeigt, dass man die Entscheidung des DFB-Sportgerichts als angemessen ansieht. Es bleibt abzuwarten, wie der FCN diese personelle Lücke in den kommenden Partien schließen kann und ob Lubach aus dieser Erfahrung lernt, um künftig disziplinierter aufzutreten.



