Dynamo Dresden kassiert späten Ausgleich: Hauptmann-Doppelpack reicht nicht gegen KSC
Dynamo Dresden: Hauptmann-Doppelpack reicht nicht gegen KSC

Dynamo Dresden verpasst Dreier in Karlsruhe trotz Führung

Ein spannendes 3:3-Unentschieden beim Karlsruher SC bescherte Dynamo Dresden am Samstag einen Punkt, der sich wie zwei verlorene anfühlte. Die Schwarz-Gelben führten zur Halbzeit mit 3:1, zogen sich nach der Pause aber zu weit zurück und kassierten den späten Ausgleich durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit.

Hauptmann glänzt mit erstem Doppelpack

Niklas Hauptmann, der Kapitän von Dynamo Dresden, erzielte seinen ersten Doppelpack in der 2. Bundesliga und ebnete damit den Weg zum Punktgewinn. Bereits in der 3. Minute nutzte er die Verunsicherung in der Karlsruher Abwehr nach dem Torwartwechsel. Ersatztorhüter Robin Himmelmann, der seit zwei Jahren keine Spielpraxis mehr hatte, ließ einen eigentlich haltbaren Schuss unter seinen Armen durchrutschen.

Knapp 20 Minuten später glich Marvin Wanitzek per Elfmeter aus, nachdem Dynamo-Keeper Tim Schreiber Christoph Kobalt im Strafraum gefoult hatte. Doch die Dresdner schlugen umgehend zurück: Ben Bobzien traf in der 28. Minute zu seinem ersten Tor für Dynamo, ehe Hauptmann kurz vor der Pause nach einem schnellen Konter das 3:1 erzielte.

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Nach der Pause verliert Dynamo die Kontrolle

„Nach der ersten Halbzeit sind es zwei verlorene Punkte. Wir hatten nicht mehr den Mut, Fußball zu spielen“, sagte Trainer Thomas Stamm enttäuscht. Tatsächlich zeigte Dynamo nach der Pause ein völlig anderes Gesicht. Statt weiter offensiv zu agieren, zogen sich die Sachsen zu weit zurück, spielten zu viele lange Bälle und verloren die Kontrolle über das Spiel.

Der KSC nutzte diese Schwäche konsequent aus. Louey Ben Farhat verkürzte in der 68. Minute auf 3:2, ehe in der dritten Minute der Nachspielzeit der entscheidende Moment kam: Alexander Rossipal foulte Lilian Egloff auf der Strafraumlinie, der VAR bestätigte den Elfmeter. Wanitzek verwandelte souverän zu seinem 13. Saisontor und besiegelte das 3:3.

Tabellensituation bleibt angespannt

Mit dem Punkt bleibt Dynamo Dresden auf Platz 13, hat aber mit 26 Punkten genauso viele wie Greuther Fürth auf dem Relegationsplatz. „In unserer Situation ist jeder Punkt wichtig. Aber wir hätten so spielen müssen, wie in der ersten Halbzeit“, resümierte Jason Ceka, der für den gesperrten Jakob Lemmer in der Startelf stand.

Besonders bitter für die Dresdner: Bei einem Abseitstor von Ben Farhat in der 96. Minute hatten sie sogar noch Glück, dass die Partie nicht gänzlich verloren ging. Die taktische Umstellung auf eine Viererkette in der zweiten Halbzeit brachte zwar mehr defensive Stabilität, gleichzeitig ging aber das offensive Spiel verloren.

Torhüter Tim Schreiber zeigte bei Freistößen von Wanitzek und Kopfbällen von Roko Simic noch starke Paraden, war beim 3:3 aber machtlos. Für Dynamo bleibt die Erkenntnis: Auch eine 3:1-Führung ist in der 2. Bundesliga keine Garantie für den Dreier.

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