München – Der FC Bayern München lebt weiterhin vom Drama. Schon am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenletzten Heidenheim lieferte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel ein wahres Tor-Spektakel ab. In der zehnten Minute der Nachspielzeit gelang nach einem Weitschuss von Michael Olise der umjubelte Ausgleich zum 3:3. Es war die erste Pleite der Bayern gegen einen Schlusslicht seit 2008 – gerade noch abgewendet.
Nun steht das nächste Spektakel unmittelbar bevor: Am Mittwoch steigt das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Das Hinspiel in Paris war ein Jahrhundertspiel mit totalem Offensiv-Feuerwerk und endete mit einem 5:4-Sieg für die Franzosen. Ganz München und die gesamte Fußballwelt fiebern dem zweiten Teil des Bayern-Paris-Spektakels entgegen.
Eberl verteidigt den offensiven Spielstil
Kritik an den Defensivleistungen beider Teams wies Bayerns Sportvorstand Max Eberl (52) entschieden zurück. „Die Grund-DNA einer Mannschaft wirst du nicht ändern und willst du ja auch nicht ändern, deswegen bist du ja so erfolgreich. Und das Spiel gegen Paris am Dienstag war, wenn ich das jetzt etwas salopp sagen kann, pervers geil!“, so Eberl. Klare Worte, die wohl jeder Fan von offensivem Fußball unterschreiben würde.
Eberl: „Offenes Visier“ im Hinspiel
Eberl weiter: „Das ist das, was den Fußball einfach ausmacht. Aber klar ist, wir müssen am Mittwoch mindestens ein Tor mehr schießen als der Gegner. Und im besten Fall zwei, um weiterzukommen.“ Ob es erneut eine totale Offensive geben wird, ließ Eberl offen: „Am Dienstag haben die Offensiven weniger Fehler gemacht als vielleicht der eine oder andere in der Defensive oder in der Restverteidigung, wenn ich an das Mittelfeld denke. Es war ja dann doch sehr offenes Visier. Was am Mittwoch kommt, kann ich noch nicht sagen.“
Fast alle, die das Hinspiel im Stadion oder am Bildschirm verfolgt haben, sind sich jedoch sicher: Dieses Duell der Offensivkünstler kann gar nicht anders als wieder „pervers geil“ werden. Die Vorfreude auf das Rückspiel ist riesig – sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans. Die Bayern müssen mindestens einen Treffer mehr als Paris erzielen, um ins Finale einzuziehen. Ein 2:0 oder 3:1 würde reichen, ein 4:3 würde die Verlängerung bedeuten. Die Spannung steigt.



