Effenberg kritisiert DFB-Talent Reitz: 'Leistungen nicht gut genug für Top-Klubs'
Effenberg kritisiert DFB-Talent Reitz hart

Stefan Effenberg übt scharfe Kritik an Gladbach-Kapitän Rocco Reitz

Seit Wochen kursieren in der Fußballwelt hartnäckige Transfergerüchte um das DFB-Talent Rocco Reitz. Mehrere Top-Klubs, darunter RB Leipzig, sollen ernsthaftes Interesse an dem 23-jährigen Kapitän von Borussia Mönchengladbach bekundet haben. Diese Entwicklung lässt SPORT1-Experte Stefan Effenberg jedoch völlig verwundert zurück.

Irritation über Transfergerüchte

Im Rahmen der beliebten Sendung Doppelpass auf SPORT1 diskutierten Experten kürzlich die aktuelle Situation bei Borussia Mönchengladbach. Dabei rückten die Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Rocco Reitz in den Mittelpunkt der Debatte. Effenberg zeigte sich von diesen Gerüchten regelrecht irritiert und konnte sie kaum nachvollziehen.

Der ehemalige Nationalspieler ging in seiner Analyse hart mit dem jungen Mittelfeldspieler ins Gericht: „Leipzig und andere Top-Klubs haben Interesse an Rocco Reitz, aber eigentlich musst du dafür gute Leistungen bringen.“ Effenberg fügte kritisch hinzu: „Ich finde, die bringt er nicht und dass ihn die Kapitänsbinde belastet.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kapitänsrolle als Belastungsfaktor

Reitz hatte im vergangenen Sommer die verantwortungsvolle Position des Mannschaftskapitäns von Jonas Omlin und Julian Weigl übernommen. Diese Entscheidung hinterfragt der 57-jährige Experte deutlich: „Wenn du ein junger Spieler bist, musst du jemanden an deiner Seite haben, der dich führt. Aber er muss die anderen führen und schwankt in seinen Leistungen.“

Effenberg diagnostiziert beim Gladbacher Talent seit mehreren Wochen ein deutliches Leistungstief: „Er ist seit mehreren Wochen in einem Tief. Deswegen hat mich das Interesse gewundert.“ Diese Aussage unterstreicht die Diskrepanz zwischen der medialen Wahrnehmung und der tatsächlichen Form des Spielers.

Markus Babbel sieht ungenutztes Potenzial

Europameister Markus Babbel, der ebenfalls als Experte in der Sendung zu Gast war, pflichtete Effenberg in wesentlichen Punkten bei. Er merkte an, dass Reitz es bisher nicht geschafft habe, die starken Leistungen, die er bis zum Sommer als Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft zeigte, auch konsistent in der Bundesliga für Gladbach zu reproduzieren.

„Seine Leistungen sind schwankend. Er ist ein guter Junge, der völlig klar in der Birne ist. Bei Gladbach zeigt er nicht immer das, was er draufhat“, analysierte Babbel. Der ehemalige Nationalspieler erkennt durchaus Qualitäten: „Er hat richtig viel Potenzial, aber kann es in dieser Mannschaft nicht immer voll ausschöpfen.“

Zweifel an Gladbachs Transferpolitik

Medienberichten zufolge besitzt Rocco Reitz eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei Borussia Mönchengladbach. Während die Bild-Zeitung von einer Ablösesumme in Höhe von 20 Millionen Euro berichtet, taxiert der Sender Sky die Klausel sogar auf 28 Millionen Euro.

Markus Babbel verwies auf die große Herausforderung für die Gladbacher Verantwortlichen um Sportchef Rouven Schröder, sollte es tatsächlich zu einem Transfer kommen. „Die größere Sorge, die ich habe, ist, dass sie das mögliche Geld nicht gut einsetzen“, äußerte der Europameister von 1996 deutliche Zweifel an der Transferstrategie des Vereins.

Für die deutsche A-Nationalmannschaft hat Rocco Reitz bisher noch kein Spiel absolviert, wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann jedoch bereits nominiert. Diese Tatsache unterstreicht das vorhandene Potenzial des Spielers, das laut den Expertenanalysen bei Borussia Mönchengladbach bisher nicht vollständig zur Entfaltung kommt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration