Eintracht-Star Rasmus Kristensen spricht offen über Depressionen im Profifußball
Eintracht-Star spricht offen über Depressionen im Fußball

Eintracht-Star Rasmus Kristensen spricht offen über Depressionen im Profifußball

Der dänische Nationalspieler Rasmus Kristensen (28) hat im offiziellen Podcast von Eintracht Frankfurt über seine schweren seelischen Kämpfe gesprochen. Der Verteidiger, der derzeit aufgrund eines Syndesmose-Risses verletzt ist, berichtete über dunkle Zeiten in seiner Karriere, die weit über fußballerische Probleme hinausgingen.

„Ich habe schwere Zeiten gehabt“

Kristensen beschrieb seine Erfahrungen als eine Kombination aus Fußballdepression und menschlichen Depressionen. „Es war eine Fußballdepression, es war nicht nur eine Fußballdepression. Ich habe früher auch menschliche Depressionen gehabt“, sagte der Spieler im Klub-Podcast. Er wurde noch deutlicher: „Ich habe schwere Zeiten gehabt. Aber nicht nur wegen Fußball.“

Der Verteidiger, der vor seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt für renommierte Vereine wie Ajax Amsterdam, RB Salzburg, AS Rom und Leeds United gespielt hat, erklärte, dass die großen Klubnamen ihm nicht halfen. „Ich habe das Vertrauen verloren, dass ich im Fußball Spaß haben könnte oder einen Verein finden kann, wo ich mich wohlfühle“, erzählte Kristensen. „Ich habe gedacht, dass Fußball und diese Welt nicht für mich waren. Es war so schlimm, dass ich eigentlich aufhören wollte.“

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Mentalitätswandel und neue Perspektive

Früher habe Kristensen geglaubt, dass Spaß und Profifußball nicht zusammengehören. „Meine Mentalität war: Das ist ein Job“, sagte der als verbissen geltende Spieler, der im Zweikampf auch gerne mal über Grenzen geht und weder sich noch die Gegner schont.

Mittlerweile hat der Däne jedoch wieder Freude an seinem Sport gefunden. In Frankfurt fühlt sich Kristensen nach eigener Aussage „sehr wohl“: „Es war auch der richtige Verein zum richtigen Zeitpunkt.“ Als er 2024 zur Eintracht kam, habe er noch gedacht: „Okay, wenn es wirklich scheiße ist, dann kann ich immer nach Hause fliegen.“

Neue Heimat in Frankfurt

Die Hessen hatten den von Leeds United ausgeliehenen EM- und WM-Teilnehmer vor einem Jahr fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2029 ausgestattet. Aktuell kuriert Kristensen seinen Syndesmose-Riss aus, hofft aber, dass er in den letzten Saisonspielen noch einmal auf dem Platz stehen kann.

Die offenen Worte des Profifußballers über mentale Gesundheit im Hochleistungssport markieren einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. Kristensens Erfahrungen zeigen, dass selbst erfolgreiche Sportler in prestigeträchtigen Vereinen mit schweren seelischen Herausforderungen kämpfen können.

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